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48. EASV Gruppenmeisterschaft 2001 |
Frutigen, 26. August 2001
Frutigen verdienter Gruppenmeister 2001
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Peter Gamper (ZK-Präsident EASV; links), ASG Brestenegg-Ettiswil (2. Rang), ASG Frutigen (1. Rang), ASV Wohlen (3. Rang), Ehrendame manuela und Andreas Schelling (Chef EASV-Gruppenmeisterschaft). |
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Im wunderschön gelegenen Schützenhaus der ASG Frutigen wurde ein spannender und interessanter Wettkampf ausgetragen. |
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Die beiden Schluss-Schützen der am Final beteiligten Zürcher Sektionen: Stephan Gujer (Höngg) und Daniel Hinnen (Rümlang) |
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Frutigen verdienter Gruppenmeister 2001
MR. Vor traumhafter Bergkulisse wurde am 26. August 2001 in Frutigen der Final der Eidgenössischen Gruppenmeisterschaft, dem höchsten Wettkampf im Eidgenössischen Armbrustschützenverband (EASV), ausgetragen. Frutigen liess es sich nicht nehmen, vor heimischem Publikum einen sensationellen Wettkampf zu absolvieren und den Sieg verdient für sich zu beanspruchen.
Hervorragende Organisation
Das knapp 7000 Einwohner zählende malerische Dorf im Kandertal zeigte sich von seiner
besten Seite. Strahlender Sonnenschein, die beeindruckende Bergkulisse und eine bis ins
kleinste Detail durchdachte Rahmenorganisation bildeten den Grundstein für einen für
alle Beteiligten und Besucher einmaligen Anlass. Man fühlte sich wohl in Frutigen und der
diesjährige Gruppenmeisterschaftsfinal wird allen noch für lange Zeit in guter
Erinnerung bleiben. Der schiesstechnische Teil oblag einmal mehr dem versierten Routinier
Andreas Schelling, der mit seiner Crew wiederum einen sehr gut vorbereiteten, fairen und
im Ablauf sehr disziplinierten und hochstehenden Wettkampf durchführen konnte.
Hochkarätiges Teilnehmerfeld
Die besten 15 Gruppen aus dem EASV-Verbandsgebiet konnten sich über zwei Heimrunden
und einen Zwischenfinal für den heutigen Tag qualifizieren. Je fünf Schützen bilden
eine Gruppe und die Namen auf der Startliste liessen einen hochstehenden Wettbewerb
erwarten. Der amtierende Schützenkönig Karl Marbach (Brestenegg-Ettiswil), der
amtierende Schweizer Meister Stefan Gujer (Höngg), wie auch der frisch gebackene
Juniorenweltmeister Renato Harlacher (Bürglen) sind nur einige der hochkarätigen
Schützen aus dem illustren Teilnehmerfeld.
Massstäbe werden gesetzt
Bereits nach der ersten Runde war klar, dass die Messlatte hoch angesetzt wurde. Mit
je 199 Punkten (20 Schuss; Maximal-Punktzahl: 200 Punkte) meldeten Brestenegg-Ettiswil
(Bernhard Schwegler) und Wohlen (Sonja Breitenstein) ihre Ansprüche an. Frutigen hatte
mit 195 Punkten ebenfalls ein gutes Resultat vorzuweisen, musste sich aber nach dieser
Startrunde mit dem sechsten Zwischenrang zufrieden geben.
Benno Hollenstein (Wil) erreichte in der zweiten Runde 198 Punkte und brachte damit seine
Mannschaft vom achten auf den dritten Zwischenrang. Brestenegg-Ettiswil und Wohlen konnten
sich in dieser zweiten Runde jeweils 194 Punkte notieren lassen und führten die Rangliste
nach wie vor punktgleich an, gefolgt von Wil und dem bereits auf den vierten Zwischenrang
vorgedrungenen Frutigen, das sich dank den 197 Punkten von Hans Wäfler um zwei Ränge
verbessern konnte. Die ersten sechs Ränge trennten lediglich drei Punkte. Somit war
weiterhin alles offen und ein spannender Gruppenmeisterschaftsfinal in vollem Gange.
Profis am Werk
Die Schützen, die ab dem dritten Durchgang ihr Programm zu leisten hatten, waren
nicht zu beneiden. So mancher Durchschnittschütze wäre an den mittlerweile eingetretenen
Windverhältnissen zerbrochen. Den Schützen wurde ein Höchstmass an Konzentration
abverlangt. Mit 198 Punkten zeigte Jakob Matti (Frutigen) wie auch unter schwierigen
Verhältnissen ein Top-Resultat erzielt werden kann. Dieser Leistung hatten die anderen
Mannschaften nichts entgegen zu setzen und so übernahm Frutigen mit einem
Zwischenresultat von 590 Punkten die Führung. Wohlen lag mit drei Punkten leicht zurück,
jedoch zwei wertvolle Punkte vor Brestenegg- Ettiswil. Frauenfeld gelang es, bis auf einen
Punkt an Brestenegg-Ettiswil heranzukommen und Wil auf den fünften Zwischenrang
zurückzudrängen.
Die Windverhältnisse wurde nicht besser. Im Gegenteil. Monika Zahnd (Frutigen) kam mit
diesem Umstand allem Anschein nach bestens zurecht und legte im vierten Durchgang mit
ihren 197 Punkten eine wesentliche Basis für die letzte und alles entscheidende Runde.
Mit 787 Punkten betrug der Vorsprung von Frutigen auf das im Zwischenklassement
zweitplazierte Brestenegg-Ettiswil bereits acht Punkte. Weitere fünf Punkte zurück war
Schwarzenburg anzutreffen, dass sich in den letzten Durchgängen kontinuierlich verbessern
und nach vier Schützen den dritten Zwischenrang in Anspruch nehmen konnte. Frutigen wurde
bereits als Sieger gehandelt, während um die beiden anderen Podestplätze noch spekuliert
werden musste. Wohlen lag (punktgleich mit Schwarzenburg) auf dem vierten Rang, einen
Punkt vor Frauenfeld.
Die letzte Ablösung entscheidet
Es wurde gerechnet, spekuliert, analysiert. Der Wettkampf ist jedoch erst beendet,
wenn der letzte Schuss des letzten Schützen abgegeben ist. Der sichere Vorsprung von
Frutigen wurde von Karl Marbach (Brestenegg-Ettiswil) mit ruhiger Hand anvisiert. Seinen
197 Punkten hatte Andy Inniger (Frutigen) "nur" 191 Punkte entgegenzusetzen.
Doch dies reichte aus, um mit gesamthaft 978 Punkten die Führung nicht abgeben zu müssen
und den Titelgewinn ins Ziel zu bringen. Den Kampf um beiden anderen Podestplätze konnten
Brestenegg-Ettiswil (976) und Wohlen (970) für sich entscheiden. Zug trumpfte mit Werner
Garo (198) nochmals gewaltig auf und sicherte sich den vierten Schlussrang (968 Punkte),
gefolgt von Schwarzenburg (964), Bürglen und Frauenfeld (je 962 Punkte).
Ein verdienter Sieg
Frutigen hat den Sieg ehrlich verdient. Die konstanten Leistungen über alle fünf
Runden können nicht mit dem Argument "Heimvorteil" erklärt werden. Sie waren
die Besten, haben eine sensationelle Leistung erbracht und mit ihrer Mannschaftsleistung
und der gleichzeitigen Organisation des Anlasses ein hervorragendes Beispiel für
Teamarbeit und Teamgeist bewiesen.
Rangliste Seitenanfang Fotos Bericht
1. Frutigen 978
Zürcher Hansjürg 195
Wäfler Hans 197
Matti Jakob 198
Zahnd Monika 197
Inniger Andy 191
2. Brestenegg-Ettiswil 976
Schwegler Bernhard 199
Felber Eveline 194
Felber Hans 192
Marbach Nadja 194
Marbach Karl 197
3. Wohlen 970
Breitenstein Sonja 199
Zeindler Markus 194
Schmidli Paul 194
Costa Mirco 187
Frei Stefan 196
4. Zug 968. 5. Schwarzenburg 964. 6. Bürglen 962. 7. Frauenfeld 962. 8. Höngg 961. 9. Rümlang 958. 10. Herisau 957. 11. Wil 956. 12. Flums 953. 13. Baar-Schützen 950. 14. Reinach-Birseck 940. 15. Buhwil-Neukirch 932.
Höchstresultate
199: Sonja Breitenstein (Würenlos), Bernhard Schwegler (Willisau), Luigi Venturi (Cham).
198: Werner Garo (Walchwil), Benno Hollenstein (St. Gallen), Jakob Matti (Boltigen), Patrick Wick (Hirzel).
197: Max Guggisberg (Gasel), Stephan Gujer (Schlieren), Andreas Kuster (Bürglen), Karl Marbach (Ettiswil), Kurt Schnüriger (Udligenswil), Hans Wäfler (Adelboden), Monika Zahnd (Frutigen).
196: Stephan Burri (Milken), Fritz Forrer (Herisau), Stefan Frei (Muri).
195: Irene Beyeler (Schwarzenburg), René Hahn (Frauenfeld), Marcel Hüsser (Baar), Daniel Mannhart (), Jakob Müller (Hoffeld), David Schwarz (Frauenfeld), Horst Steimer (St. Gallen), Hansjürg Zürcher (Frutigen).