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Jahresbericht 2007 des Präsidenten
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2007. Die vergangenen zwölf Monate waren erneut voll gepackt mit viel Arbeit und einer grossen Zahl von Aufgaben, die es zu bewältigen gab. Einmal mehr dürfen wir mit Stolz zurück blicken, wurde doch in allen Abteilungen und in allen Ressorts sowie auf allen Ebenen hervorragend gearbeitet.
Dennoch dürfen wir mit den erreichten Zielen nicht ganz zufrieden sein. Nach wie vor ist es uns nicht gelungen, den stetigen Mitgliederschwund zu stoppen und nach wie vor sind wir eine Randsportart, die sich nur schwer durchsetzen kann.
Aber die Arbeit, die an allen Fronten geleistet worden ist, ist dadurch nicht weniger wert. Mit grossen Engagement und viel Herzblut wurde erneut alles daran gesetzt, unseren wunderbaren Sport auch für die Zukunft zu sichern.
Der Gegenwind, der dem Schiesssport derzeit ins Gesicht bläst, ist bissig und kalt. Die politischen Diskussionen rund um den Schiesssport und um das Recht des Schweizer Wehrmannes, seine Armeewaffe zu hause aufbewahren zu dürfen, hinterlassen natürlich auch ihre Spuren in unserem Sport. Dazu kommen natürlich auch die nicht nachvollziehbaren und unfassbaren Taten von kranken Straftätern, die mit einer Waffe unglaubliches anstellen und uns Sportschützen als potentielle Täter möglicher Straftaten im Zusammenhang mit Schusswaffen erscheinen lassen.
Der Schiesssport ist für mich nach wie vor einer der schönsten Sportarten überhaupt. Während bei den populären Sportarten vor allem die Massen (die wohlverstanden den Sport gar nicht selbst ausüben) bewegt werden sollen und der Kommerz eine zentrale Rolle spielt, ist bei unserem Sport der Sportler und seine Leistungen im Vordergrund. Konzentration, Zielstrebigkeit, Selbstdisziplin und Nervenstärke sind nur einige wenige der Eigenschaften, die sich ein Sportschütze zuschreiben kann.
Und genau darum lohnt es sich, sich weiterhin für das Armbrustschiessen und den Schiesssport als Ganzes einzusetzen. Und wenn dies in einem Team und einem starken Umfeld von gleichgesinnten Kameraden gemacht werden kann, so ist dies nicht nur Arbeit, sondern eine sinnvolle Freizeitbeschäftigung, für die Spass macht, ein grosses Mass an Befriedigung beinhaltet und für die es sich zu engagieren lohnt.
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Zugang zur Jugend |
Wer die Jugend für sich begeistern kann, dem gehört die Zukunft.
Die Nachwuchsförderung bereitet uns allen grosse Sorgen. Jahr für Jahr stellen wir fest, dass trotz enormer Anstrengungen im Nachwuchsbereich die Zahl unserer Mitglieder kontinuierlich sinkt. Es wird immer schwieriger, gegen die starke Konkurrenz der unglaublich vielfältigen Freizeitangebote zu bestehen und die Jugend für den Schiesssport zu begeistern. Die Nachwuchsleiter in den Sektionen investieren viele Stunden ihrer Freizeit, um unseren Nachwuchsschützen den Umgang mit der Armbrust näher zu bringen und ihnen die Freude am Schiesssport zu vermitteln. Und dennoch gelingt es uns nicht, diese jungen und teilweise vielversprechenden Talente in unsere Vereine zu integrieren. Woran liegt das?
Es gibt viele Theorien, die uns genau darlegen, warum dies so ist. Zum einen ist es die Tatsache, dass das Vereinsleben derzeit nicht sonderlich populär ist. Mit meinem Mitgliederbeitrag kaufe ich mich nicht von den Vereinspflichten los. Das Gegenteil ist der Fall. Mit der Zugehörigkeit zu einem Verein bin ich bereit, Verantwortung zu übernehmen und mich in meiner Freizeit für den Verein zu engagieren. Aber ist dies für einen Jugendlichen ein erstrebenswertes Ziel?
Zum anderen spielt sicherlich auch die bereits angesprochene grosse und breit gefächerte Angebotspalette anderer Freizeitaktivitäten eine wesentliche Rolle. Mannschaftssportarten finden derzeit einen einfacheren Zugang zur Jugend als unsere Individualsportart.
Mit jedem Jahr in dem es einem Verein nicht gelingt, Jugendliche in seinen Verein zu integrieren, wird die Altersdifferenz grösser und damit wird es mit jedem Jahr schwieriger, den Nachwuchs wirklich in den Verein zu integrieren. Jugendliche suchen Gleichgesinnte. Sie suchen Gleichaltrige und sie suchen einen Ort, an dem sie ihre Jugend auch ausleben können.
Die Jugend sucht auch nach wie vor den Wettkampf. Nach wie vor wollen sie sich messen und ihre Leistungen unter Beweis stellen. Diesem Bereich hat sich der ZKAV angenommen und versucht, eine Basis zu schaffen, auf der die Vereine ihre Jugendarbeit aufbauen können. Von vielen Vereinen wurde dies erkannt und auch genutzt. Aber leider musste auch in diesem Jahr wieder festgestellt werden, dass es nach wie vor Vereine gibt, die nicht einmal einen Nachwuchskurs anbieten. Dies ist für mich unverständlich und löst bei mir ein ungläubiges Kopfschütteln aus. Wie soll unser Sport weiter bestehen oder gar wachsen, wenn wir nicht einmal bereit sind, in unseren Vereinen die dafür notwendige Jugendförderung zu betreiben?
Kadertraining ausgebaut
Die leistungsbezogene Jugendförderung hat sich der ZKAV mit der Schaffung eines Kantonalkaders bereits 2006 auf die Fahnen geschrieben. Mit Stefan Meier (Hüntwangen) konnte ein international erfahrener Kaderleiter verpflichtet werden, der es verstand, seine Mannschaft zu motivieren und mit gezielten Trainingseinheiten und einem gut vorbereiteten und wertvollen Trainingslager in Filzbach weiter zu bringen.
Dass das Kantonalkader vom Verband und seinen Mitgliedern getragen wird, konnte in diesem Jahr deutlich zum Ausdruck gebracht werden. Ihr erster internationaler Einsatz führte das Kader nach Salzburg (Oesterreich), wo sie an einem Länderwettkampf teilnehmen konnten. Dass dies überhaupt möglich wurde, ist der breiten finanziellen Unterstützung zu verdanken. An dieser Stelle möchte ich allen nochmals dafür danken!
Offene Trainingseinheiten
Das Zürcher Stützpunkttraining steht allen Nachwuchsschützen offen. Mein grosser Wunsch wäre es, dass sich die Nachwuchsleiter vermehrt nach den Möglichkeiten erkundigen und ihre Nachwuchsschützen motivieren, an diesen Trainingseinheiten teilzunehmen. Nur so kann es uns gelingen, genügend Nachwuchs für das nationale Kader aufzubauen und nur so kann es uns gelingen, den Nachwuchsschützen auch eine leistungssportliche Armbrust-Zukunft zu sichern.
Zürcher Modell wird übernommen
Eine Institution wie das Kantonalkader steht und fällt mit der Person, die es antreibt. Vor allem, wenn die Einrichtung noch jung und noch nicht ganz gefestigt ist. Darum ist es natürlich nicht erstaunlich - ja eigentlich war dies ja sogar das Ziel - dass die Idee vom Dachverband aufgenommen und ausgebaut wird. Und es ist ebenso wenig erstaunlich, dass der EASV dabei auf den Leiter des Zürcher Kantonalkaders zugegangen ist, um ihn um Unterstützung zu bitten - die Stefan Meier natürlich nicht verweigert hat!
Damit wird (wie in den letzten Wochen dieses Jahres vereinbart worden) ist - Stefan Meier parallel zu den Zürcher Trainingseinheiten auch die Junioren-Nationalmannschaft in wesentlichen Teilen betreuen. Das Zürcher Kader wird von dieser Neuerung stark profitieren können; haben sie doch die Möglichkeit, sich bei jedem Stützpunkttraining auch immer direkt mit der nationalen NW-Elite zu messen. Damit ist ein Traum in Erfüllung gegangen: Die leistungssportliche Jugendbetreuung auf nationaler Ebene wieder auszubauen und den Nachwuchsschützen eine Perspektive für nationale Wettkämpfe als Vorbereitung für internationale Einsätze zu geben! Damit konnte eine Lücke geschlossen und ein Schritt in die richtige Richtung gemacht werden.
Neue Wettkämpfe
Mit grossem Elan hat der Kantonale Nachwuchsobmann Helmo Jagusch sein Amtsjahr 2007 in Angriff genommen. Er hatte sich zum Ziel gesetzt, zwei neue Wettkämpfe einzuführen und den Nachwuchsschützen eine weitere Möglichkeit zu geben, sich in einem interessanten Wettkampf zu messen. Und so wurde in Zusammenarbeit mit dem AS Thalwil neben dem wieder neu ins Leben (zurück-) gerufenen Polysportiv-Wettkampf der Zürcher Jungschützencup geboren.
Es ist ein offenes Geheimnis, dass diese Idee beim Zürcher Vorstand anfänglich nicht auf fruchtbaren Boden fiel. Jagusch musste viel Ueberzeugungsarbeit leisten, um seine Vorstandskameraden von der guten Idee zu überzeugen. Und er hat seine Arbeit gut gemacht! Der Anlass war ein voller Erfolg. Die Heimrunden waren bereits von Spannung geprägt - aber nichts im Vergleich zu dem spannenden Finalwettkampf. Ein Final, der - was im Schiesssport eher selten ist - auch für die Zuschauer sehr interessant war und von vielen aufmerksam verfolgt wurde.
Es würde mich sehr freuen, wenn dieser Wettkampf weiterleben und noch über viele Jahre als attraktiver Wettbewerb weitergeführt werden könnte!
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61. Delegiertenversammlung |
Die 61. ZKAV-Delegiertenversammlung, die von den Kameraden des ASV Gotzenwil perfekt vorbereitet worden war, gehört wohl zu den ruhigsten Versammlungen, die ich bisher leiten durfte. Eine kleine Aenderung des Geschäfts- und Verwaltungs-Reglementes, die Abnahme der Verbandsrechnung 2006 und des Budgets 2007, die Déchargenerteilung an den Vorstand und die Abnahme des umfangreichen Jahresberichtes des Präsidenten waren die einzigen Geschäfte, über die die Delegierten zu befinden hatten.
Alle Anträge des Verbandsvorstandes, der einmal mehr die volle Unterstützung und das sehr grosse Vertrauen seiner Mitglieder spüren konnte, wurden einstimmig angenommen.
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ZKAV-Schützenfeste |
Die Zürcher Schützenfeste, die in diesem Jahr von den Sektionen ausgerichtet worden waren, können allesamt als voller Erfolg bezeichnet werden. Die Schützenfeste bilden einen wesentlichen Bestandteil der aktiven Bemühungen um den Ausbau und die Weiterentwicklung unseres Sportes. Ich möchte sie in meiner persönlichen Bewertung der aktiven Jugendarbeit gleichstellen und bin froh über den Umstand, dass sich immer wieder ZKAV-Vereine dazu bereit erklären, solche Anlässe zu organisieren und durchzuführen.
An gesamthaft fünf Zürcher Schützenfesten konnten sich die Sektionen in diesem Jahr messen:
- Jubiläumsschiessen 50 Jahre ASV Embrach
- ZKAV Dezentralisiertes Verbandsschiessen
- Jubiläumsschiessen 75 Jahre ASV Opfikon
- ZHSV-Kantonalschützenfest - Armbrust
- 2. ZKAV - 10m Züri - Fescht 2007
Ich möchte es nicht unterlassen, mich bei allen Veranstaltersektionen herzlich für ihr Engagement und ihre geleistete Arbeit zu bedanken.
Ein Experiment der besonderen Art war die Integration eines Armbrustschützenfestes in das Zürcher Kantonalschützenfest des ZHSV. Offenbar ein gelungenes Experiment, das nur dank der offenen Kommunikation und gegenseitigen Anerkennung möglich geworden war. Die Kameraden der Gewehr- und Pistolen-Disziplinen haben hervorragend mit den Armbrust-Kameraden zusammen gearbeitet. Das Resultat war ein gemeinsames Schützenfest mit gemeinsamen Zielen und gemeinsam erfüllten Erwartungen. Ich bin überzeugt, dass dies nicht das letzte Schützenfest dieser Art war und freue mich, dass das Experiment gelungen und für alle erfolgreich abgeschlossen werden konnte! Ein besonderer Dank geht an den OK-Präsidenten Urs Stähli, der es verstanden hat, mit seiner offenen Art alle für eine gemeinsame Idee zu begeistern und dafür gesorgt hat, dass alle an demselben Strick (und in dieselbe Richtung) ziehen.
Ich möchte die Zürcher Sektionen aufrufen, sich Gedanken über mögliche Schützenfeste zu machen und solche durchzuführen. Es braucht keinen besonderen Anlass dazu – aber es braucht Engagement und Herzblut, sich im Verein und vor Ort für unseren Sport einzusetzen (eine weitere Möglichkeit, auf sich aufmerksam zu machen und das Interesse an unserem Sport in der Oeffentlichkeit zu wecken).
Und so freue ich mich bereits heute auf die Schützenfeste des neuen Jahres:
- 6. Zürcher Oberland-Schiessen in Egg
- 4 X 100 Jahre Armbrustschiessen in Winterthur
- ZKAV Dezentralisiertes Verbandsschiessen
- Jubiläumsschiessen 100 Jahre ASV Kloten
- 2. ZKAV - 10m Züri - Fescht 2007
Für meinen Teil ist es eine Selbstverständlichkeit, dass die Zürcher Sektionen geschlossen und mit allen Mitgliedern - im Idealfall auch zusammen mit den Nachwuchsschützen - an diesen Schützenfesten auf dem Zürcher Verbandsgebiet teilnehmen werden. Dies als Dank und Anerkennung an die Festveranstalter!
Und so ganz am Rande erwähnt möchte ich darauf verweisen, dass das 13. Zürcher Kantonale Armbrustschützenfest 2012 nicht mehr all zu weit weg ist - und es würde mich ausserordentlich freuen, wenn wir schon bald einen Veranstalter für diesen Anlass finden könnten.
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Aus- und Weiterbildung |
Der ZKAV ist bekannt für sein vielseitiges und aufwendiges Ausbildungsprogramm, das er seinen Mitgliedern Jahr für Jahr anbietet.
Gleichzeitig musste aber auch festgestellt werden, dass die Anmeldungen für einzelne Kurse stark rückläufig sind und vor allem die Schiesskurse auf die 10m- als auch auf die 30m-Distanz sehr schlecht besucht wurden. Dies kann natürlich auch damit zusammen hängen, dass ein gewisser Sättigungsgrad erreicht worden ist und es sehr schwierig ist, ehemalige Kursteilnehmer dazu zu motivieren, den Kurs nach ein paar Jahren - zusammen mit neuen Kursteilnehmern - erneut zu besuchen.
Dieser neuen Situation müssen wir uns stellen. Auf der einen Seite wollen und müssen wir auf Verbandsebene Aus- und Weiterbildungsmöglichkeiten anbieten. Auf der anderen Seite muss dies aber auch in einem vernünftigen und finanziell tragbaren Mass geschehen. Keine einfache Aufgabe und eine besondere Herausforderung für die kommenden Jahre.
Mein persönlicher Wunsch wäre, dass die Schiesskurse - sowohl auf die 30m-, als auch auf die 10m-Distanz von jedem ZKAV-Mitglied mindestens einmal besucht worden ist. In diesem Zusammenhang möchte ich auch die Nachwuchsleiter bitten, in ihren Vereinen den Antrag zu stellen, die freischiessenden Nachwuchsschützen über den Verein an den Schiesskurs anzumelden und diesen Kurs als integrierten Bestandteil der Jugendausbildung zu betrachten. Eine hervorragende Plattform, die von den Sektionen als gezielte Ausbildungs-Unterstützung genutzt werden kann. Die Möglichkeit ist da - nutzen müssen die Vereine diese selbst.
Und auch in diesem Jahr durfte der ZKAV auf die Unterstützung zweier ganz wichtiger Partner zählen. Zum einen ist dies die Abteilung Ausbildung des ZHSV unter der Leitung von René Koller. Zum anderen der Zürcher Kantonalverband für Sport (ZKS), ohne dessen Hilfe - finanzieller, aber auch aktiver Natur - das Ausbildungswesen im Zürcher Verbandsgebiet niemals diesen Status hätte erreichen können! Partnerschaft, die gelebt wird und auf die wir nicht verzichten möchten!
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Nachwuchskurse |
Direkt mit Ausbildung verbunden ist natürlich auch der gesamte Nachwuchsbereich mit seinen Nachwuchskursen, die in den Sektionen organisiert und durchgeführt werden. Die Leistungen, die Jahr für Jahr von den Nachwuchsleitern erbracht wird, ist enorm und ich möchte mich an dieser Stelle einmal mehr ganz herzlich für alle Anstrengungen rund um unseren Sport und für die aufopfernde Jugendarbeit bedanken! Die Nachwuchsleiter sind es, die unseren Nachwuchs betreuen und damit unsere Zukunft sicherstellen. Ihnen gebührt unser aller Dank - und eigentlich müssten wir Sie auf Händen tragen!
Tag der Jugend
Als besonderes Highlight darf mit Sicherheit der einmalige Tag der Jugend bezeichnet werden, der im Rahmen des Zürcher Kantonalschützenfestes ausgetragen wurde. Alle Schiess-Disziplinen unter einem Dach zu haben und gemeinsam einen Tag der Jugend zu feiern - was kann es im Bereich der Jugendförderung Schöneres geben!
An dieser Stelle möchte ich mich besonders bei Gustav Gutknecht (ZHSV-AA) bedanken, der die gesamte Koordination aller Schiessdisziplinen vorgenommen und in perfekter Manier mit allen beteiligten zusammen gearbeitet hat! Eine tolle Leistung!
Stehendschiessen
Es muss unser aller Ziel sein, das Stehendschiessen vermehrt in die Ausbildung in den Nachwuchskursen zu integrieren. Nicht nur im 10m-, auch im 30m-Bereich. Die Ausbildung in beiden Stellungen bildet den Grundstein für ein erfolgreiches und wachsendes Matchschiessen. Dieses wiederum ist notwendig, um an nationalen und internationalen Wettkämpfen teilnehmen zu können. Mit der Ausbildung in beiden Disziplinen bieten wir den Jugendlichen eine Perspektive für eine interessante Armbrustzukunft - und nur mit interessanten Perspektiven, Zielen und Träumen gleichermassen wird es möglich sein, die Jugend bei unserem Sport zu halten und über die Nachwuchskurse hinaus an unseren Sport zu binden!
Schön wäre wenn ….
Es stimmt mich immer wieder nachdenklich - darauf habe ich bereits hingewiesen - dass es tatsächlich noch immer Vereine gibt, die keine Nachwuchskurse durchführen. Eine für mich unverständliche Haltung, die unweigerlich zum Tod des Vereins führen muss. Der Verband hat keine Möglichkeit, den Verein in der Bestrebung, Nachwuchsschützen zu suchen und zu finden zu unterstützen. Dies ist Angelegenheit und Aufgabe des Vereins. Der Verband kann eine Plattform schaffen und anbieten, auf der aufgebaut werden kann und mit der die Vereine unterstützt werden. Dies bieten wir an!
Schön wäre, wenn alle ZKAV-Vereine solche Kurse anbieten würden und sich so aktiv an der Jugendförderung und am Ziel, den Mitgliederschwund zu stoppen, beteiligen würden!
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Aus Wollerau wird Lachen |
Die sinkende Tendenz der Mitgliederbestände hat unweigerlich auch seinen Einfluss auf den Fortbestand der Sektionen - und umgekehrt. Zählte der ZKAV noch vor wenigen Jahren 40 Mitglieder-Sektionen, so sind es heute nur noch deren 38! Und beinahe wären es nur noch 37!
Die Sektion Wollerau, die mit dem Problem zu kämpfen hatte, dass man ihnen die Schiessanlage weggenommen hat, liess den Kopf nicht hängen und zeigte sich äusserst innovativ. Eine Untermiete bei einer anderen Armbrustsektion zeigte sich als äusserst problematisch und das eigene Vereinsleben war stark gefährdet. Eine Lösung, die keine war und neue Lösungsansätze erforderte.
Es wurden aktive Gespräche mit den Sportschützen Lachen gesucht und das Anliegen der Wollerauer Armbrustschützen wurde dort mit offenen Ohren und Weitblick behandelt. Nach vielen gemeinsamen Arbeitssitzungen wurde eine Lösung erarbeitet, die sowohl den Sportschützen Lachen, als auch den Armbrustschützen gerecht wurde und die Armbrustschützen Wollerau wurden in das neu gegründete Armbrust-Ressort der Sportschützen Lachen aufgenommen. Ein klassisches Beispiel, das zeigt, wie eine aktive interdisziplinäre Zusammenarbeit zum Erfolg führen kann.
Ich gehe davon aus, dass die Delegierten der ZKAV-Delegiertenversammlung 2008 dieser Mutation noch ihre Zustimmung geben werden und die bereits praktizierte Zusammenarbeit damit auch formell abgesegnet werden kann.
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Oeffentlichkeitsarbeit |
Mit den uns zur Verfügung stehenden Mitteln haben wir aus unserer Sicht ein optimales Resultat erzielen können - das aber in Zukunft noch weiter ausgebaut werden muss!
Die Präsenz in den lokalen Medien war zufriedenstellend und wir dürfen zur Kenntnis nehmen, dass unser Sport so langsam einen lokalen Bekanntheitsgrad erreicht. Dies liegt aber nicht nur an der Berichterstattung, sondern auch an den hervorragenden Schiessleistungen unserer Athleten und Vereine. Es ist einfacher, über Spitzenresultate, als über Niederlagen zu berichten!
Die ZKAV-Homepage (www.ZKAV.ch) erfreut sich nach wie vor einer hohen Beliebtheit. Nach dem Motto "News sind nur News, wenn sie neu sind!" werden wir auch weiterhin versuchen, unsere Seite aktuell und dadurch interessant zu halten.
Den Sektionen, die sich aktiv um Publikationen in den Zeitungen bemüht haben, möchte ich mich herzlich bedanken. Nur wenn man über uns und unseren Sport in den Zeitungen berichtet und die Oeffentlichkeit diese Berichte lesen kann, wird es uns gelingen, unseren Bekanntheitsgrad zu steigern und die nötige Akzeptanz zu finden.
Positive Berichte über den Schiesssport waren noch nie so wichtig wie gerade heute. Positive und leistungsbezogene Berichte sind notwendig, um den Schiesssport im richtigen Licht erscheinen zu lassen. Sie sind wichtig, um über unsere wichtige Aufgabe in der Jugendbetreuung zu informieren und sie sind wichtig um über die positiven und wichtigen Eigenschaften eines Sportschützen zu berichten. Wir betreiben einen seriösen Sport - und darüber dürfen und sollen wir auch berichten.
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Ziele 2008 |
Mit dem neuen Verbandsjahr stehen uns wieder einige Herausforderungen bevor, die es zu meistern gibt - und die nur gemeistert werden können, wenn (wie bisher) alle ihren Teil gleichermassen zum Gelingen beitragen.
Als ganz klare Zielsetzungen für 2008 sind die folgenden Punkte aufzuführen:
Die Zusammenarbeit mit den anderen Schiessdisziplinen weiter auszubauen und die daraus entstehenden Synergien fördern und nutzen.
Das Nachwuchswesen in allen Bereichen zu fördern und auszubauen. Jeder ZKAV-Verein sollte sich selbst verpflichten, einen Nachwuchskurs auszurichten (10m und/oder 30m).
Die Stehend-Stellung in die Nachwuchskurse der Vereine zu integrieren.
Jeder Verein erhöht seinen eigenen Mitgliederbestand der aktiven Vereinsmitglieder um 10%.
Das Kurswesen (in Zusammenarbeit mit der ZHSV-AA und dem ZKS) weiter ausbauen und intensivieren.
Die Werbung für unseren Sport weiter ausbauen und die Präsenz in den verschiedenen Medien suchen.
Und selbstverständlich muss es unser Ziel sein, die an der DV-2008 entstehenden Vakanzen wieder zu besetzen und uns auch auf die Vakanzen, die sich per DV-2009 abzeichnen, vorzubereiten.
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Persönliches Anliegen |
2008 ist ein Wahljahr und es ist mir eine Ehre, mich nochmals für das Amt des Zürcher Kantonal-Präsidenten zur Verfügung stellen zu dürfen. Aber es wird - falls ich gewählt werde - meine letzte Amtsperiode als ZKAV-Präsident sein.
Darum möchte ich Euch alle bitten, mir aktiv bei der Suche nach einem Nachfolger zu helfen! Es versteht sich von selbst, dass ich nicht alle Aemter, die ich derzeit im ZKAV bekleide, gleichzeitig ablegen werde und es wäre mir eine Freude, auch weiterhin für den ZKAV tätig zu sein und - falls gewünscht - meine anderen Funktionen als Pressemann und als Webmaster weiterhin ausführen zu dürfen.
Der ZKAV-Präsident wird durch die Delegierten der Mitgliedervereine gewählt und ich möchte Euch darum bitten, Euch nach einem geeigneten Kandidaten umzusehen und einen solchen vorzuschlagen.
Es ist an der Zeit, dass neue Ideen in den Vorstand hineingetragen werden, dass neues Gedankengut angesprochen und umgesetzt wird, dass ein neuer und frischer Wind das ZKAV-Schiff auf Kurs hält und in die Zukunft trägt.
Meine Wahl an der DV-2008 vorausgesetzt werde ich an der DV-2010 als ZKAV-Präsident zurücktreten.
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Herzlichen Dank |
Es ist mir ein besonderes Anliegen, mich bei allen Personen herzlich zu bedanken, die mich in meinem siebten Amtsjahr als Zürcher Präsident erneut unterstützt und mir in allen Bereichen Unterstützung haben zukommen lassen!
Ein besonderer Dank geht an meine Vorstandskameraden. Ohne die selbständige und fachkundige Erledigung der Arbeiten durch die einzelnen Funktionäre wäre es gar nicht möglich, das Präsidentenamt auszuüben. Ich bin stolz und glücklich auf ein solch kompetentes Team zählen zu dürfen.
Ein weiterer nicht minder aufrichtiger und ehrlicher Dank geht aber auch an die Funktionäre aus dem Dachverband, an unsere Partner aus den anderen Unterverbänden, an unsere Kollegen aus den anderen Schiesssport-Disziplinen und an unsere Freunde aus der Abteilung Ausbildung des ZHSV.
Eines wollen wir nicht vergessen: Die Funktionäre auf allen Stufen stehen sehr oft in der Kritik und im eisigen Wind! Eigentlich ein gutes Zeichen! Würden sie nichts bewegen wollen, würde man nicht von ihnen sprechen und keine Kritik würde laut werden! Die Funktionäre investieren aber einen grossen Teil ihrer Zeit in unseren Sport, um sich für uns und unsere Anliegen einzusetzen. Herzlichen Dank für Euer Engagement!
Darum gilt: Lassen Sie uns zusammenstehen und gemeinsam (Vereine und Kantonalverband) mit den anderen Unterverbänden, dem Dachverband und nicht zuletzt mit unseren Kameraden der anderen Schiesssport-Disziplinen ein neues Vereins- und Verbandsjahr in Angriff nehmen. Die Arbeit und die Zeit, die wir auf allen Stufen in diese Aufgabe investieren, lohnen sich (schliesslich geht es um unseren schönen Sport) und auf allen Stufen ist diese Arbeit gleich wichtig. Jeder braucht den andern.
Zum Schluss möchte ich es aber nicht unterlassen, auch meinen Freunden aus den Sektionen und der Zürcher Matchschützenvereinigung, sowie der Zürcher Veteranen-Vereinigung zu danken. Ohne die aufopfernde Arbeit in den Vereinen und den Vereinigungen könnte unser Sport nicht überleben. Es ist Euer Engagement, Euer Einsatz und Eure unermüdliche Vereinsarbeit, die unseren Sport am Leben erhält.
Euer Kantonalpräsident
Markus Roth (Rafz, im Dezember 2007)