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| Dezember 2008 |
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EASV |
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Aufgabe der Doppelfunktion und Übergabe der Veteranen-Vereinigung EASV an Wendel Forrer, Wattwil. Mein erstes Jahr, das ich von Januar bis Dezember, also von A bis Z als Zentralpräsident „durchlebt“ habe. Ein Jahr voller Höhepunkte, beginnend mit einer erfolgreichen und erstmals zweisprachig geführten DV in Uhwiesen. Es folgten das Thurgauer Kantonalschützenfest als erster Grossanlass, den ich als ZK Präsident besuchen durfte, und die Weltmeisterschaften, die ich live miterleben konnte. Ein Jahr das nicht sorgenfrei war, aber ein Jahr, in welchem wir wenig falsch und vieles richtig gemacht haben! Ich danke allen Kolleginnen und Kollegen im ZK und in den Ressorts sowie allen Verantwortlichen in den Verbänden, Vereinigungen und Vereinen für die sachliche und kooperative Zusammenarbeit!
Volle Kraft voraus
Nach meinen vier Jahren als Präsident der Veteranenvereinigung EASV und dem letzten Jahr in Doppelfunktion (ZK/VV) konnte ich, wie geplant und dem ZK versprochen, das Amt an Wendel Forrer, ASV Wattwil und Veteranenobmann OASV, übergeben. Die VV-EASV hat mir vor allem in kameradschaftlicher Hinsicht sehr viel gebracht und sie wird mir auch als Mitglied weiterhin sehr viel bedeuten. Ich bin deshalb erleichtert, dass wir mit Wendel einen sehr guten Nachfolger gefunden haben. Mit „voller Kraft voraus“, konnte ich mich nun in meinem zweiten Jahr als Zentralpräsident ganz auf meine neue Aufgabe konzentrieren.
Gut aufgenommen
Ich wurde erstmals zu den UV Delegiertenversammlungen als Zentralpräsident eingeladen. Da ich jahrelang als Kantonal- und VV EASV Präsident eingeladen wurde, waren es für mich traditionelle Routinebesuche - könnte man meinen! Mir wurde aber schnell bewusst, dass alles, was ich an diesen DVs sage, „für oder gegen mich“ verwendet werden kann. Dass man mich beim Wort nehmen wird und dass man gewisse Erwartungen hat. So musste ich beispielsweise an der Berner DV direkt und unmissverständlich entgegen nehmen, dass man von einem Nationalen Verband erwarte, dass er alle wichtigen Unterlagen und Diskussionen zweisprachig führe. Diese Erwartung war durchaus berechtigt und gleichzeitig eine Herausforderung, die wir in einem vertretbaren, zeitlichen Rahmen umsetzen müssen. Bei allen Besuchen hatte ich aber immer das Gefühl, dass ich gut aufgenommen wurde. Dass man - wie das immer so ist, wenn ein Neuer kommt - Erwartungen und Hoffnungen hat, dass es möglichst gradlinig ohne Ecken und Kanten weiter geht, ist dabei ganz normal!
Chers camarades de tir…
Ich hatte nach den UV DVs nicht viel Zeit bis zu meiner ersten EASV DV als Zentralpräsident. Dank Sonja Müller und Christina Charrada, Sekretärin BKAV, ist es mir aber gelungen, ein erstes Versprechen, das ich an der BKAV DV abgegeben habe, in die Tat umzusetzen. An der 110. Delegiertenversammlung des EASV in Uhwiesen wurden die Delegierten nach meiner Begrüssung durch Sonja Müller überrascht! Postwendend kam mit sympathischer Stimme : « Je vous souhaite au nom de l'Association fédérale du tir à l'arbalète la bienvenue à la 110ème assemblée des ici à Uhwiesen » . Die erste zweisprachige DV konnte beginnen! Es war eine für mich und den EASV in jeder Hinsicht erfreuliche Tagung. Es gab keine ausserordentlichen Rücktritte und mit Sonja Müller Presse, Marianne Wehle Ethik und Stefan Meier Nationaltrainer Junioren konnten drei vakante Ressortstellen besetzt werden! Die Anträge über eine für unseren Verband vorteilhafte Neuregelung der Amtsdauer der RPK Mitglieder und für eine beitragsfreie, zukunftsorientierte Aufnahme von Junioren in die Sektionen, wurden klar angenommen. Ebenso klar abgelehnt wurde ein Antrag gegen das Zeitungsobligatorium. Eine sachliche Darstellung durch Markus Roth, der uns mit seiner Homepage schon lange vor Augen führt, wie es ohne Zeitung gehen könnte, hat deutlich gemacht, dass wir heute schon sehr nahe, aber trotzdem noch zu weit von der Neuzeit entfernt sind, um den Schalter endgültig zu drehen! Nicht zuletzt aus Solidarität zu den Mitgliedern, die noch keinen Zugang zum Internet haben! Bei den Mutationen mussten wir leider zur Kenntnis nehmen, dass wir mit Birch Schaffhausen eine weitere Sektion verloren haben. Die Übertritte von Wollerau zu den Sportschützen Lachen und Zollikofen 30m zu den Stadtschützen Bern waren zwei Mutationen, welche den Fortbestand dieser beiden Sektionen garantiert. Der feierliche Abschluss der sehr sachlichen und von allen ZK Mitgliedern gut vorbereiteten DV war die Ernennung von Godi Allenbach Frutigen zum Ehrenmitglied EASV. Ich möchte mich an dieser Stelle bei der Gemeinde Uhwiesen, ASV Präsident Fridolin Veyhl und dem ASV Uhwiesen für die ausgezeichnete Organisation und die Gastfreundschaft bedanken!
Grossartige Höhepunkte in Sulgen
Das Thurgauer Kantonalschützenfest hat mich beeindruckt! Eine Infrastruktur, die allen Wünschen gerecht wurde. Eine wohltuende Gastfreundlichkeit und kompetente Verantwortliche wo immer es Fragen zu beantworten gab. Kurz - ein Fest das beeindruckte und das Freude machte! Das grosse Highlight war aber, dass das OK TASF und der TASV bereit waren, dem EASV für die Organisation der Weltmeisterschaften uneingeschränktes Gastrecht auf ihrer Anlage in Sulgen und in der Mehrzweckhalle in Berg zu geben und alle Wünsche und Forderungen des OK WM 2008 zu erfüllen und es tatkräftig zu unterstützen! Ein herzliches Dankeschön an den ASV Sulgen und TASV mit all den vielen Helferinnen und Helfer!
In Sulgen durfte ich erstmals eine WM live miterleben! Es waren für mich die schönsten Momente in meiner langjährigen Verbandstätigkeit. Angefangen hat es damit, dass der EASV bereit war, bei der IAU den Antrag zur Übernahme der WM zu stellen. Mit der Gewissheit, dass wir mit Markus Roth den bestmöglichen OK Präsidenten mit einem fachlich ausgezeichneten OK im Rücken hatten, fiel uns das selbst unter Berücksichtigung der finanziellen Risiken nicht besonders schwer! Was nun folgte, waren positive Höhepunkte in Serie! Als Ehrenpräsident konnte unser EASV Ehrenmitglied Hans Bachofner verpflichtet werden, der für uns dank seinem heimischen Bekanntheitsgrad „die Türen im Thurgau“ öffnete! Eine kooperative und kameradschaftliche Zusammenarbeit der beiden OKs (TASF und WM) und die bereits erwähnte Infrastruktur in Sulgen waren die Garanten zum Erfolg! Nach einer generalstabsmässigen Vorbereitung durch Markus Roth und vielen konstruktiven OK Sitzungen in Kloten oder vor Ort in Sulgen erfolgte am 7. Juli die grossartige Eröffnungsfeier. Eine Eröffnungsfeier, an der vor allem die Besucher überrascht wurden, die bisher angenommen hatten, dass es sich beim Armbrustschiessen um eine typisch schweizerische Sportart wie das Schwingen und Hornussen handelt, und die deshalb kaum über die Landesgrenze hinaus bekannt ist. Die erstaunt waren, als sie beispielsweise eine Delegation aus Russland sahen, die grösser war als das Schweizer Team! Der Verlauf der WM war dank der ausgezeichneten Organisation in jeder Hinsicht ein grosser Erfolg! Ein Schweizer-Team, welches 20 Medaillen abholte, keine Proteste, keine Reklamationen, spannende und in jeder Beziehung äusserst faire Wettkämpfe und eine würdige Schussfeier, die wie bereits die Eröffnungsfeier, von Ernst Zellweger minutiös geplant und perfekt organisiert wurde! Dass im Nachhinein dank den vielen grosszügigen Sponsoren auch ein finanzieller Erfolg verbucht werden konnte, mag ich unserem OK Präsidenten und den OK Mitgliedern, die alle spesenfrei (!) gearbeitet haben, sowie den vielen Helferinnen und Helfern von Herzen gönnen! Sie haben mit dieser WM eine Leistung erbracht, die weit über unsere Landesgrenzen hinaus grosse Beachtung fand! Nebst aller Professionalität haben aber auch ein paar lustige und geradezu wohltuende Geschichten dafür gesorgt, dass die ganze WM einen sehr entspannten und freundschaftlichen Charakter hatte! So hat beispielsweise der OK Präsident kurzfristig dafür gesorgt, dass die Russen genügend Sportgeräte zur Verfügung hatten, was vom russischen Delegationschef spontan mit einer Flasche Wodka honoriert wurde! Oder die Geschichte mit der steinzeitwürdigen Reparatur einer Armbrust durch Bruno Winzeler, der nach einem totalen Fehlschuss die Zieleinrichtung mangels Werkzeug, kurzerhand mit einem Stein „zurecht klopfte“ und damit einer Russin den Weltmeistertitel ermöglichte! Dass ich an der Schlussfeier ein Glas Wodka schneller ex getrunken hatte als der russische Delegationsleiter ist höchstens deshalb erwähnenswert, weil ich dabei angeblich die Augen weniger verdreht haben soll als der Wodkaerprobte, russische Spender! Es war eine grossartige WM von einem grossartigen OK, das eine hohe Anerkennung verdient!
Eine Anerkennung, die auch vom abtretenden IAU Präsidenten Christopher Aston, mit einem „Certificate of Appreciation“ an alle OK Mitglieder, honoriert wurde!
Neuer IAU Präsident - keine U23 Junioren
An der ausserordentlichen Generalversammlung, die während der WM in Sulgen durchgeführt wurde, musste für den abtretenden Christopher Aston (GB) ein neuer Präsident gewählt werden. Der EASV hatte Christian Vetterli mit allen notwendigen Unterlagen als Schweizer Kandidat zur Wahl vorgeschlagen. In einer Kampfwahl wurde der Gegenkandidat, Gérard Boutteville (F) vermutlich wegen seinem grösseren Bekanntheitsgrad bei den Feldarmbrustschützen zum neuen IAU Präsidenten gewählt. Leider wurde an dieser Versammlung auch die U23 Juniorenkategorie gestrichen, was sich für alle Teams auf die Teilnahmemöglichkeiten für Junioren und für kommende Organisatoren von EM oder WM in Bezug auf die Teilnehmer d.h. Anzahl Starts, negativ auswirken wird. Hier müssen wir bei der IAU und den Match-Nationen intervenieren und diese auffordern, diesen Beschluss nochmals zu überdenken und ihn zugunsten der Nachwuchsentwicklung zu korrigieren. Entweder müssen - meiner Meinung nach - die U23 Junioren, als eigene Kategorie wieder zugelassen oder bei den Junioren und Elite pro Nation je zwei Teams bewilligt werden!
Es wäre zu schön, sorgenfrei zu sein…
Natürlich läuft nicht alles rund und sorgenfrei! Sorgen bereiten mir die vielen Vereine, welche auf dem letzten Zacken probieren noch einigermassen aktiv zu sein oder - noch dramatischer - mehr oder weniger nur noch auf dem Papier existieren! Sorgen machen mir auch die (zu) vielen Vereine, die keinen Nachwuchskurs durchführen, obschon sie es könnten, aber zum Teil nicht wollen! Ihre Anlagen werden früher oder später zu Altersresidenzen, wo man höchstens noch unter dem Motto „Weisch no“ über vergangene, erfolgreichere Zeiten „plagieren“ kann! Eine trübe Entwicklung ist bei den Anmeldungen an Schützenfeste feststellbar! Es darf doch nicht sein, dass beispielsweise am Verbandsschiessen ZKAV rund 60 und am Jubiläumsschiessen in Kloten 99 (!) Angemeldete aus verschiedensten Gründen und zum Teil unabgemeldet nicht erschienen sind! Diese Entwicklung ist besorgniserregend und hat zwei Hauptgründe: Viele Schützenmeister melden möglichst alle Mitglieder so früh wie möglich an, ohne die Möglichkeit zu haben, alle zu fragen, ob sie überhaupt teilnehmen wollen oder können. Hauptsache, er bekommt die gewünschten Rangeure! Auf der anderen Seite gibt es Rangeurchefs, die den Vereinen möglichst schnell die Rangeure bestätigen. Das ist zwar für den angemeldeten Verein schön, aber für den Rangeurchef mit dem grossen Handicap verbunden, dass er mit zunehmenden Anmeldungen nicht mehr reagieren und alle Wünsche auch nur einigermassen berücksichtigen kann. Fazit: Unzufriedene melden sich ab oder erscheinen gar nicht! Manchmal machen mir auch Äusserungen gegenüber Entscheidungen, die wir auf Verlangen von aussen treffen müssen oder auch aus Solidarität und Goodwill gegenüber unseren Partner treffen, sorgen. Hier sind wir aber vielleicht selber schuld, weil viele nicht wissen, dass der EASV noch Mitglied in Organisationen ist, die für uns wichtig sind! Ich möchte im nachfolgenden Abschnitt Klarheit schaffen!
Swiss Olympic und IG Schiessen Schweiz
Der EASV ist einer der momentan 82 Sportverbände von Swiss Olympic (SO). Im Sportparlament von SO, an dessen Tagungen ich jeweils den EASV vertrete, haben wir 3 Stimmen. Swiss Olympic unterstützt uns mit einem jährlichen Pauschalbeitrag, der von fünf möglichen Einstufungen abhängig ist. Da wir keine olympische Sportart sind, müssen wir uns mit der Einstufung 4 (von 5) abfinden. Im Weiteren sind wir Mitglied in der Interessengemeinschaft (IG) Schiessen Schweiz des SSV. Eine IG in der alle Schiesssportverbände sowie die Büchsenmacher- und Waffensammler-Vereinigung vertreten sind. Nicht zuletzt wegen dieser Mitgliedschaft hat der SSV unsere WM 2008 mit einem hohen Betrag unterstützt!
Es gab und gibt noch viel zu tun…
Wir sind zuversichtlich, dass uns im vergangenen Jahr der Durchbruch zu einem neuen Verdienstmedaillen-Reglement und zu neu drei Auszeichnungsmöglichkeiten gelungen ist! Ein Reglement, das nebst langjähriger Vorstandsarbeit auch die Verdienste in den Ressorts der Sektionen, UV und im ZK berücksichtigt. An der kommenden DV haben die Delegierten die Gelegenheit, das mit den UV Präsidenten abgesprochene, neue Reglement zu genehmigen!
An der vergangenen WM haben wir trotz den grossartigen Erfolgen unserer Nationalteams Elite, U23 und Junioren im 10m und im 30m Stehendschiessen Defizite feststellen müssen. Dazu kommt, dass es nur wenige Vereine hat, in denen das 10m und vor allem das 30m Stehendschiessen korrekt instruiert und trainiert werden kann. Der EASV muss nun dafür sorgen, dass talentierte Nachwuchsleute zusammengezogen, ausgebildet und stufenweise in ein Nationales B-Kader integriert werden können! Um das zu erreichen, wird im EASV ein Konzept für je 2 Nationale 30m und 10m Stützpunkte (Region Ost und West) ausgearbeitet, auf denen Nachwuchsleute bis und mit Alter 25 aus allen Vereinen die Gelegenheit haben, in einem offenen Stützpunkt-Training im 30m Stehend- und Kniendschiessen und/oder im 10m Schiessen ausgebildet zu werden. Sie bekommen dort eine Grundausbildung, die ihnen ein selbständiges Trainieren im Verein ermöglicht und mit der sie sich für höhere Aufgaben im Nationalen B-Kader und Kantonalen/UV A-Kader (wo vorhanden) und als oberstes Ziel, für die Nationalmannschaft qualifizieren können. Es darf nicht das Gleiche passieren wie im Skispringen, wo hinter zwei absoluten Spitzenathleten (Ammann/Küttel) „tiefe Nacht“ ist, die es der Skination Schweiz nicht einmal mehr ermöglicht, an einer Nationenwertung im Weltcup teilzunehmen!
Ich habe auf der Willkommen-Seite unserer Homepage mit einem zweisprachigen Text, ein erstes Zeichen gesetzt, das zeigen soll, dass wir in Zukunft die französisch sprechenden Mitglieder besser informieren wollen. Wir werden auch unsere Reglemente nach und nach zweisprachig (d/f) führen. Dazu brauchen wir aber Zeit. Wir sind jedoch zuversichtlich, dass das in den nächsten zwei Jahren „step by step“ erledigt werden kann.
Wir haben mit der Realisierung einer Sponsorenmappe begonnen, mit der wir u.a. für zukünftige Mehrausgaben bei der Nachwuchsausbildung und für Werbung in eigener Sache einige Firmen suchen, die uns finanziell unterstützen. Wir haben keine Illusionen, dass wir einen Hauptsponsor finden, der uns mit mehreren tausend Franken unterstützen. Mit dem Motto : „Lieber 5 x 2'000 Franken als keine 10'000 Franken“ oder „Unser Nachwuchs von heute - ihre Kunden von morgen“ sind wir zuversichtlich, dass wir auch hier erfolgreich sein werden! An dieser Stelle möchte ich unserem Hauptsponsor der Nationalmannschaft, der AS Aufzüge AG, für die grosszügige, seit mehreren Jahren andauernde Unterstützung, ganz herzlich danken!
Wir machen nicht vieles falsch sondern vieles richtig…
Das ZK steht oft im Kreuzfeuer der Kritik. Oft „hat Mann oder Frau“ das Gefühl, dass wir vieles falsch machen. Wo gearbeitet wird, passieren Fehler - eine gängige Ausrede, die aber sicher auch richtig ist. Und jetzt sind wir schon beim „richtig“..! Man kann etwas falsch machen, das von vielen als richtig empfunden wird oder umgekehrt! Es ist also oft und vor allem im Zweifelsfall eine Ermessenssache, ob etwas falsch oder richtig ist. Deshalb hat eine sachliche, themenbezogene Kritik am richtigen Ort und zum richtigen Zeitpunkt, im Gegensatz zu „Nörgeleien“ von chronischen Besserwissern, auch immer eine Berechtigung. Ich behaupte heute, dass die ZK Mitglieder an den sechs ZK-Sitzungen und vielen ressortbedingten Sitzungen und Anlässen vieles, sehr vieles richtig gemacht haben! Das Gleiche gilt auch für die vielen Verantwortlichen in den Ressorts! Dazu beigetragen hat auch die jahrelange kooperative, konstruktive und transparente Zusammenarbeit mit den UV Präsidenten! Ich möchte mich an dieser Stelle bei allen Kameradinnen und Kameraden im ZK und den Ressorts für die ausgezeichnete Arbeit und die grosse Unterstützung in meinem Amt herzlich bedanken! Bedanken möchte ich mich auch bei meinen Amtskollegen in den Unterverbänden! So macht die freiwillige Arbeit echt Spass! Hast Du übrigens gewusst, dass es nach neusten Berechnungen im Schweizer-Sport 630'000 Freiwillige in verschiedensten Funktionen hat, die durchschnittlich 2,8 Std. in der Woche für ihren Verein, Verband oder eine Organisation arbeiten. Müssten die Gemeinden, Kantone und der Bund für diese Leistungen im Sport aufkommen, die nicht zuletzt auch für das Wohlbefinden und die Gesundheit der Bevölkerung von Bedeutung sind, würde sie das bei Fr. 40.-/Std. 3,67 Milliarden Franken kosten! Jeder, der in einem unserer Vereine oder Verbände eine Funktion ausübt, gehört dazu und darf stolz sein! Herzlichen Dank!
Es braucht noch viele Mosaiksteinchen…
Ich habe an der DV und auch bei anderen Gelegenheiten klar zum Ausdruck gebracht, dass eine Verbands- und Vereinsorganisation wie ein grosses Mosaik ist. Für ein klares Bild fehlen diverse Steinchen, welche nach und nach gefunden und eingesetzt werden müssen. Mit jedem Steinchen wird das Bild deutlicher und vollkommener – aber fertig wird es nie! Denn, bevor die letzten Steinchen gefunden und eingesetzt werden können, fehlen bereits wieder Einige und das Suchen beginnt von neuem…! Fazit: Auch wenn wir nie auf ein Wunder der Vollkommenheit hoffen können, geben wir alles, um unseren schönen Sport mit immer wieder neuen Impulsen in eine erfolgreiche Zukunft zu führen. Falls man es noch nicht gemerkt hat - zu den wichtigen Steinchen in unserem Mosaik gehören auch unsere Vereine und deren Mitglieder.
Nochmals herzlichen Dank für die schöne Zusammenarbeit, die grossartige Unterstützung und die schöne Zeit - das Jahr 2008! Ich wünsche allen eine schöne und erfolgreiche Saison 2009 bei hoffentlich guter Gesundheit, viel Geselligkeit, schönen Höcks und sommerlichen Grillabenden – aber bitte vergesst bei all dem Schönen den Nachwuchs und das Schiessen nicht!
Euer Zentralpräsident
Andreas (Res) Burkhalter