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2007 2009 |
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Jahresbericht 2008 des Präsidenten
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2008. Einen Rückblick auf die vergangenen zwölf Monate auf ein paar Seiten zusammen zu fassen, ist in diesem Jahr ein besonderes Vergnügen. Es gab viele Highlights zu feiern. Denke ich nur zurück an das fantastische Thurgauer Kantonale Armbrustschützenfest in Sulgen oder an die ebenfalls in Sulgen durchgeführten Armbrust-Weltmeisterschaften, so wird mir klar, dass wieder ein Jahr voller Arbeit - guter Arbeit - hinter uns liegt. Es wurden Leistungen vollbracht, die es zu ehren gibt. Denn: Ohne all diese Leistungen, die meist im Hintergrund erbracht werden, von Menschen, deren Namen oft gar nicht bekannt sind, könnten wir unseren schönen Sport nicht ausüben. Darum gilt mein besonderer Dank all diesen tollen Menschen, für die es selbstverständlich ist, sich für uns einzusetzen!
Wir dürfen zufrieden auf das vergangene Jahr zurück blicken. Vieles wurde erreicht. Vieles konnte umgesetzt und realisiert werden. Vieles konnte erhalten und weiter ausgebaut werden. Und dennoch haben wir mit einem Problem zu kämpfen, das wir nun schon seit Jahren mit uns herumtragen und gegen das wir nach wie vor keine Lösung gefunden haben: der Mitgliederschwund an allen Fronten!
Die Ueberalterung in unseren Vereinen. Kaum neue Mitglieder, die sich in unseren Vereinen integrieren. Rückläufige Teilnehmerzahlen und der Anstieg von Abmeldungen an Schützenfesten. Wir sind es unserem Sport schuldig - auch wenn wir nach wie vor als Randsportart gesehen werden - weiter dagegen anzukämpfen. Und es gibt - dies ist mindestens meine Sicht - Ansatzpunkte, wo wir ansetzen können, diesem Trend entgegen zu wirken:
Die Förderung des Armbrust-Nachwuchses auf allen Ebenen (im Verein, im Kantonalverband, im EASV und auf internationaler Ebene)
Wettkampfangebot auf internationaler Ebene - vor allem, um unserem Nachwuchs Perspektiven und Ziele für die Zukunft zu geben.
Präsenz zeigen. In der Oeffentlichkeit, in der Presse - bei jeder Gelegenheit! Der Armbrustschiess-Sport muss als Sport (Leistung und Vereinszusammengehörigkeit) dargestellt werden. Armbrustschiessen ist ein Sport!
Der Schiesssport ist für mich nach wie vor einer der schönsten Sportarten überhaupt. Während bei den populären Sportarten vor allem die Massen (die wohlverstanden den Sport gar nicht selbst ausüben) bewegt werden sollen und der Kommerz eine zentrale Rolle spielt, ist bei unserem Sport der Sportler und seine Leistungen im Vordergrund. Konzentration, Zielstrebigkeit, Selbstdisziplin und Nervenstärke sind nur einige wenige der Eigenschaften, die sich ein Sportschütze zuschreiben kann.
Und genau darum lohnt es sich, sich weiterhin für das Armbrustschiessen und den Schiesssport als Ganzes einzusetzen. Und wenn dies in einem Team und einem starken Umfeld von gleichgesinnten Kameraden gemacht werden kann, so ist dies nicht nur Arbeit, sondern eine sinnvolle Freizeitbeschäftigung, die Spass macht, die ein grosses Mass an Befriedigung beinhaltet und für die es sich zu engagieren lohnt.
| Vorstand komplett |
Mit voller Kraft ins neue Jahr!
Was mich immer wieder fasziniert, ist die Bereitschaft von Freiwilligen, Aemter in Vereins-Vorständen, Ressorts, Kommissionen und Komitees - und natürlich auch im Kantonalverband zu übernehmen. An der finanziellen Entschädigung kann es nicht liegen. Aber an der Ueberzeugung, sich für eine gute Sache, eine Sache, für die es sich zu engagieren lohnt, einzusetzen. Es ist die Aufgabe des Kantonalverbandes seinen Mitglieder-Vereinen eine Plattform zu bieten, auf der der Armbrust-Sport ausgeübt werden kann. Damit wird gleichzeitig eine Plattform zur Verfügung gestellt, auf der aktive Jugendarbeit - eine der wohl vordringlichsten und wichtigsten Aufgaben überhaupt - betrieben werden kann.
An der Delegiertenversammlung vom 09.02.2008 in Ossingen konnte der gesamte Vorstand und alle Ressorts neu bestellt werden. Eine nicht selbstverständliche Situation! Die Wahlen an dieser DV haben einmal mehr gezeigt, dass der Vorstand das Vertrauen seiner Mitglieder geniesst. Und darauf sind wir besonders stolz! Der Kantonalvorstand ist für seine Mitglieder da (und nicht umgekehrt) - und dass dies von den Mitgliedern ebenso erlebt wird, war deutlich zu spüren.
Es ist zu hoffen, dass diese Situation auch in Zukunft anhalten und es problemlos möglich sein wird, bei Bedarf neue Mitglieder für die Vorstands-Funktionen und die Ressorts zu gewinnen. Nur wenn auch dies sichergestellt werden kann, können die Aufgaben, die an den Kantonalvorstand gestellt werden, auch angepackt und umgesetzt werden. An der DV 2009 sind einzelne Ersatzwahlen für scheidende Vorstandsmitglieder und Ressortleiter durchzuführen. Ich bin zuversichtlich, dass diese Vakanzen besetzt werden können. Im Interesse unserer Vereine. Im Interesse unseres Sports.
Mein letztes Jahr als Präsident
Mit dem kommenden Verbandsjahr ist gleichzeitig mein letztes Jahr als Verbandspräsident angebrochen. 1996 wurde ich in den Kantonalvorstand gewählt und seit 2001 bekleide ich das Amt des Präsidenten. In dieser Zeit konnte ich einige meiner Visionen umsetzen und dem Armbrustschiessen (so glaube und hoffe ich) neue Impulse geben. Nun denke ich - wie an der DV 2008 bereits angekündigt - dass es Zeit ist, das Zepter weiter zu geben. Neue Impulse, neue Träume und neue Visionen sind gefragt. Und wenn es die Delegierten an der Wahl-DV 2010 zulassen, so werde ich im Vorstand verbleiben und dort den Bereich der Oeffentlichkeitsarbeit weiter betreuen. In diesem Bereich gibt es ebenfalls noch viel zu tun und ich würde mich freuen, meine Energie in diesen Bereich zu investieren.
Gleichzeitig möchte ich die ZKAV-Vereine aufrufen, sich nach einem Nachfolger für mich umzusehen. Der ZKAV ist der Verband der Zürcher Vereine und damit ist es die Aufgabe genau dieser Vereine, ihren Präsidenten zu bestimmen und einen Präsidenten zu wählen, der den Anforderungen und Wünschen der Zürcher Vereine entspricht!
| Nachwuchsförderung |
Auf kantonaler Ebene …
Eines meiner vordergründigen Ziele war und ist es, der Jugend eine Plattform zu bieten, auf der unser Sport interessant ausgeübt werden kann. Auf kantonaler Ebene bieten wir viele und interessante Wettkämpfe an, die mit Wettkämpfen auf nationaler Ebene ergänzt werden.
Eine Vision und ein grosses Ziel war es, ein Kantonal-Kader zu schaffen, das als Basis für die Ausbildung im leistungssportlichen Schiessen genutzt werden kann. Dieses Ziel konnten wir umsetzen. Dass dafür das grosse Engagement vieler Personen - stellvertretend für all diese Kameraden möchte ich unseren Leiter und Trainer unseres Kantonalkaders, Stefan Meier (Hüntwangen), erwähnen. So ist es natürlich auch nicht verwunderlich, dass Meier's Talent auch vom EASV entdeckt wurde und er zum Trainer der Junioren-Nationalmannschaft berufen worden ist. 2006 wurde das Kantonalkader ins Leben gerufen und die erreichten Leistungen dürfen sich sehen lassen. Wir sind stolz darauf, im ZKAV über eine solche Einrichtung zu verfügen und unserer Jugend dadurch die Möglichkeit zu öffnen, sich nach internationalen Massstäben im Matchschiessen ausbilden zu lassen und sich an nationalen und internationalen Wettkämpfen zu messen.
Die Zusammenarbeit mit der Abteilung Ausbildung des ZHSV konnte ebenfalls ausgebaut und die Synergien für unseren Sport optimal genutzt werden. So wurden neben gemeinsamen Ausbildungsunterlagen auch wieder gemeinsame Trainingseinheiten durchgeführt. Ein Weg, der unbedingt weiter beschritten werden muss. Es ist nicht unbedingt wichtig, für welche Disziplin sich ein junger Mensch entscheidet. Wichtig ist, dass er seine Begeisterung und Erfüllung im Schiesssport findet!
… und neu auch auf nationaler Ebene
In den letzten Wochen des vergangenen Jahres wurden viele Sitzungen durchgeführt und Gespräche geführt, wie dieses Zürcher Modell auch in anderen Regionen Anwendung finden könnte. Wir wurden vom EASV kontaktiert und um eine enge Zusammenarbeit gebeten.
Es versteht sich von selbst, dass sich der ZKAV nicht verschliesst und an diesem Projekt aktiv mitarbeiten will. Ziel des EASV ist es - nach dem Modell des ZKAV - ein Stützpunkttraining ins Leben zu rufen und dieses in einen Stützpunkt "Ost" und einen Stützpunkt "West" aufzuteilen. Nicht als Konkurrenz, sondern als Ergänzung und Erweiterung unseres bereits bestehenden Angebotes.
Das Projekt ist derzeit im Aufbau und die eingeschlagenen Wege sind aus meiner Sicht die richtigen. Miteinander statt gegeneinander. Das gemeinsame Ziel vor Augen. Das Kantonalkader wird in seiner bestehenden Form in das nationale Konzept integriert werden. Die Möglichkeiten, die dem Armbrust-Nachwuchs geboten werden, können dadurch ausgebaut und ausgeweitet werden - und dennoch wird der ZKAV seine Identifikation mit seinem Kantonalkader und vor allem auch die fruchtbare Zusammenarbeit mit dem ZHSV (Abteilung Ausbildung) nicht aufgeben müssen!
Basisarbeit in den Vereinen
Aber was wären all diese Bestrebungen und Ideen wert, wenn nicht die Basisarbeit in den Vereinen geleistet werden würde. Darum möchte ich es nicht unterlassen, allen Personen zu danken, die sich in irgend einer Form um die Nachwuchsarbeit bemüht und ihre Energie und ihre Freizeit in diesen Bereich investiert haben. Allen voran die Nachwuchsleiter in den Vereinen. Ohne sie geht gar nichts und ohne sie hätte unser Sport keine Zukunft.
Es ist mir ein Anliegen, alle Armbrustschützen aufzurufen, die Nachwuchsleiter in den Vereinen aktiv zu unterstützen. Sie können nicht die ganze Arbeit alleine machen! Sie brauchen Eure Hilfe! Und gleichzeitig möchte ich die Vereine und alle Vereinsmitglieder bitten, sich aktiv bei der Suche nach neuen Mitgliedern und neuen Nachwuchsschützen zu engagieren. Wer die Jugend hat, dem gehört die Zukunft! Wer dies ausser acht lässt wird zusehen müssen, wie heute in der Blüte stehende Vereine morgen zu Grabe getragen werden!
| Weltmeisterschaft 2008 |
Ein persönliches Highlight durfte ich in Sulgen anlässlich der Weltmeisterschaften 2008 erleben. Obwohl dieser Anlass keinen direkten Zusammenhang mit meiner Tätigkeit als ZKAV-Präsident hat, so habe ich mich entschieden, dieses Kapitel dennoch in meinen Jahresbericht zu integrieren.
Am 16. Mai 2007 ist der EASV an mich herangetreten und hat mich angefragt, ob ich das Amt des OK-Präsidenten für die Austragung der Weltmeisterschaften 2008 in der Schweiz übernehmen würde. Noch während dem Telefongespräch habe ich dann meine Zusage gegeben. Die Ueberlegung war einfach: Immer wieder habe ich darauf gedrängt, dass internationale Wettkämpfe notwendig sind, um unserer Jugend Perspektiven aufzuzeigen. Nun war die Gelegenheit dazu, genau dies zu tun!
Innert kurzer Zeit - und dies hat mich unglaublich begeistert und beflügelt - hatte ich mein OK beieinander. Kaum eine Absage zu verzeichnen. Ein top-motiviertes Team, das bereit war auf vollständig ehrenamtlicher Basis eine Weltmeisterschaft auf die Beine zu stellen. Unser Ziel war klar: Den Athleten eine schöne und feierliche WM zu bieten, unnötige Kosten zu vermeiden und finanziell mit einer schwarzen Null abzuschneiden.
Ein Chef Sponsoring konnte nicht gefunden werden. Dadurch liessen wir uns jedoch nicht beirren und arbeiteten zielorientiert weiter. Rückblickend kann ich feststellen, dass es gar nicht falsch war, dass der OK-Präsident gleichzeitig Chef Sponsoring war. Viele Gespräche konnten damit kombiniert geführt werden - und vielleicht war dies auch einer der Gründe, warum auch das Sponsoring unserer Weltmeisterschaft erfolgreich durchgeführt werden konnte. Dank unserer grosszügigen Sponsoren und der vielen ehrenamtlichen Helfern ist es uns dann auch gelungen, nicht nur eine schwarze Null, sondern einen Gewinn zu erwirtschaften.
Unsere Ziele konnten vollumfänglich erreicht werden! Wir durften das Gastrecht bei den Organisatoren des TASF-2008 geniessen und auf deren perfekter Schiessanlage eine Armbrust-Weltmeisterschaft ausrichten, die dem Armbrustschiessen alle Ehre gemacht hat. Vom 07.-11.07.2008 war Sulgen die Hochburg des internationalen Armbrustschiessens. Während die 30m-Wettbewerbe auf der Schiessanlage des TASF ausgetragen wurden, konnten die 10m-Wettkämpfe in der Mehrzweckhalle in Berg durchgeführt werden. Gleichzeitig fanden in Weinfelden die Feldarmbrust-Weltmeisterschaften statt, die unter der Leitung eines eigenen OK's ausgetragen wurden.
Das Feedback, das wir von den Nationen erhalten haben, hat uns gezeigt, dass wir gute Arbeit geleistet und viel richtig gemacht haben. Kein einziger Rekurs. Keine Panne. Kein Reglementsverstoss. Kein Dopingfall! Bezüglich der Wettkämpfe in allen Belangen ein voller Erfolg!
Auf die Aufzählung der Resultate und Ranglisten verzichte ich bewusst. Diese können an entsprechender Stelle im Internet
- www.zkav.ch/News/2008/TASF-2008_News.htm
abgerufen werden.
Als OK-Präsident muss ich neutral sein und darf natürlich nicht darauf verweisen und meine Freude und meinen Stolz nicht darüber zum Ausdruck bringen, dass die Schweizer an der Weltmeisterschaft hervorragend abgeschlossen haben. Als ZKAV-Präsident darf ich dies dann doch wieder!
Die Weltmeisterschaft wurde auch in Bild und Ton festgehalten. In Zusammenarbeit mit dem Schweizer Sportfernsehen und mit Hilfe einer speziell für diesen Medienevent ins Leben gerufene Sponsoren-Gruppe wurde ein Magazin erstellt, das dann im Fernsehen ausgestrahlt worden ist. Eine DVD mit diesem Bildbericht wurde allen EASV-Vereinen und allen IAU-Nationen kostenfrei zugestellt.
Wir dürfen auf eine schöne, feierliche und dennoch schlichte Weltmeisterschaft zurück blicken, die uns lange in guter Erinnerung bleiben wird!
An dieser Stelle bedanke ich mich ganz herzlich bei allen Personen, die mich/uns direkt oder indirekt bei der Organisation und Durchführung der Weltmeisterschaften 2008 unterstützt haben!
| Aus- und Weiterbildung |
Der ZKAV hatte sich auch im vergangenen Verbandsjahr auf die Fahnen geschrieben, im Bereich Aus- und Weiterbildung seinen Mitgliedern ein interessantes Angebot zur Verfügung zu stellen.
Auf der einen Seite wurden eigene Kurse (u.a. Schiesskurse) angeboten. Auf der anderen Seite haben die ZKAV-Mitglieder aber auch die Möglichkeit an den Kursen, die in Zusammenarbeit mit der ZHSV-AA und die unter der Régie des ZKS angeboten werden, teilzunehmen.
Die Teilnehmerzahlen an diesen Kursen waren auch 2008 wieder rückläufig. Der ZKAV-Vorstand wird sein Kursprogramm aber weiterhin aufrecht erhalten. Interessierten Teilnehmern soll und muss die Möglichkeit geboten werden, dieses Kursprogramm zu nutzen.
Uns ist bewusst, dass auf der einen Seite die wirtschaftliche Anspannung und die teilweise fehlenden Zeitreserven dafür verantwortlich sind. Auf der anderen Seite ist allenfalls auch eine gewisse Sättigung festzustellen. Aber es ist unsere Verantwortung, diese Ausbildungsmöglichkeiten weiterhin anzubieten. Es ist ein Auftrag, den wir von unseren Verbandsmitgliedern erhalten haben und den wir umsetzen. Die Kurse sind nicht nur für Verbands- und Vereinsfunktionäre ausgelegt. Und vor allem auch die ZKS-Kurse können auch im Berufsleben erfolgreich umgesetzt werden und geniessen in der Arbeitswelt entsprechende Anerkennung.
Wissen ist Macht. Wissen macht stark und Wissen ist die Basis für den Erfolg. Im Beruf und im Sport.
| ZKAV-Wettkämpfe |
Sorgen mache ich mir in Bezug auf die Teilnahme von Verbands-Wettkämpfen. So sind die Teilnehmerzahlen z.B. bei der Kantonal-Meisterschaft, aber auch beim Dezentralisierten Verbandsschiessen derart rückläufig, dass schon bald die Ueberlegung gemacht werden muss, ob diese Anlässe überhaupt noch durchgeführt werden sollen!
Natürlich müssen diese Wettkämpfe weiter angeboten werden! Sie gehören zu unserer Verbandslandschaft und sind daraus nicht wegzudenken! Aber was sollen wir machen, wenn die Armbrustschützen ihren Sport nicht mehr ausüben und an diesen Wettkämpfen nicht mehr teilnehmen wollen?
Und hier lasse ich das Argument "keine Zeitreserven" nicht wirklich gelten! Die Organisatoren und für die Anlässe verantwortlichen Ressortleiter investieren einen nicht unbeachtlichen Teil ihrer Freizeit in die Vorbereitung, Organisation, Durchführung und Nachbearbeitung dieser Anlässe. Sie nehmen sich diese Zeit bzw. wollen ihre Zeit für uns investieren.
Ist es dann übertrieben, zu erwarten, dass diese Wettkämpfe dann auch genutzt werden? Die Wettkämpfe werden im Auftrag der ZKAV-Mitglieder ausgerichtet - und so wäre es doch eigentlich auch angebracht, dass die Auftraggeber die Angebote nutzen …
| ZKAV-Schützenfeste |
Die Zürcher Schützenfeste, die in diesem Jahr von den Sektionen ausgerichtet worden waren, können allesamt als voller Erfolg bezeichnet werden. Die Schützenfeste bilden einen wesentlichen Bestandteil der aktiven Bemühungen um den Ausbau und die Weiterentwicklung unseres Sportes. Ich möchte sie in meiner persönlichen Bewertung der aktiven Jugendarbeit gleichstellen und bin froh über den Umstand, dass sich immer wieder ZKAV-Vereine dazu bereit erklären, solche Anlässe zu organisieren und durchzuführen.
An gesamthaft fünf Zürcher Schützenfesten konnten sich die Sektionen in diesem Jahr messen:
- ZKAV 10m Züri-Fäscht
- Dezentralisiertes Verbandsschiessen ZKAV
- 6. Zürcher Oberland-Schiessen in Egg
- 4 X 100 Jahre Armbrustschiessen in Winterthur
- Jubiläumsschützenfest ASV Kloten
Ich möchte es nicht unterlassen, mich bei allen Veranstaltersektionen herzlich für ihr Engagement und ihre geleistete Arbeit zu bedanken.
Ich möchte die Zürcher Sektionen aufrufen, sich Gedanken über mögliche Schützenfeste zu machen und solche durchzuführen. Es braucht keinen besonderen Anlass dazu – aber es braucht Engagement und Herzblut, sich im Verein und vor Ort für unseren Sport einzusetzen (eine weitere Möglichkeit, auf sich aufmerksam zu machen und das Interesse an unserem Sport in der Oeffentlichkeit zu wecken).
Und so freue ich mich bereits heute auf die Schützenfeste des neuen Jahres:
- ZKAV 10m Züri-Fäscht
- Dezentralisiertes Verbandsschiessen ZKAV
- Jubiläumsschiessen 100 Jahre ASB Dietlikon
Für meinen Teil ist es eine Selbstverständlichkeit, dass die Zürcher Sektionen geschlossen und mit allen Mitgliedern - im Idealfall auch zusammen mit den Nachwuchsschützen - an diesen Schützenfesten auf dem Zürcher Verbandsgebiet teilnehmen werden. Dies als Dank und Anerkennung an die Festveranstalter!
Leider ist es in jüngster Vergangenheit immer mehr dazu gekommen, dass bereits an ein Schützenfest angemeldete Festteilnehmer ihre Teilnahme in letzter Sekunde - teilweise kurz vor Festende - wieder abgesagt haben. Dies führt für den Veranstalter jeweils zu unnötigen Umtrieben und Aufwendungen. Gleichzeitig kann er die bereits verbuchten und reservierten Scheibenzeiten in der ihm verbleibenden Zeit nicht mehr weiter geben und muss so auf mögliche Teilnehmer verzichten. Es ist zu wünschen, dass diese Situation verbessert werden kann und dass die Disziplin diesbezüglich wieder verbessert werden kann.
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Am Rande erwähnt: . Am 18.12.2008 haben die durchführenden Vereine Ottikon, Bisikon, Tagelswangen, Turbenthal und Langenhard den Antrag an die ZKAV-DV 2009 eingereicht, das . 13. Zürcher Kantonale Armbrustschützenfest 2012 . ausrichten zu dürfen. Nun liegt es in der Hand der Delegierten, diesem Grossanlass die Zustimmung zu erteilen! |
| Oeffentlichkeitsarbeit |
Mit den uns zur Verfügung stehenden Mitteln haben wir aus unserer Sicht ein optimales Resultat erzielen können - das aber in Zukunft noch weiter ausgebaut werden muss! Die Präsenz in den lokalen Medien war zufriedenstellend und wir dürfen zur Kenntnis nehmen, dass unser Sport so langsam einen lokalen Bekanntheitsgrad erreicht. Dies liegt aber nicht nur an der Berichterstattung, sondern auch an den hervorragenden Schiessleistungen unserer Athleten und Vereine. Es ist einfacher, über Spitzenresultate, als über Niederlagen zu berichten!
Die ZKAV-Homepage (www.ZKAV.ch) erfreut sich nach wie vor einer hohen Beliebtheit. Nach dem Motto "News sind nur News, wenn sie neu sind!" werden wir auch weiterhin versuchen, unsere Seite aktuell und dadurch interessant zu halten.
Den Sektionen, die sich aktiv um Publikationen in den Zeitungen bemüht haben, möchte ich mich herzlich bedanken. Nur wenn man über uns und unseren Sport in den Zeitungen berichtet und die Oeffentlichkeit diese Berichte lesen kann, wird es uns gelingen, unseren Bekanntheitsgrad zu steigern und die nötige Akzeptanz zu finden.
Positive Berichte über den Schiesssport waren noch nie so wichtig wie gerade heute. Positive und leistungsbezogene Berichte sind notwendig, um den Schiesssport im richtigen Licht erscheinen zu lassen. Sie sind wichtig, um über unsere wichtige Aufgabe in der Jugendbetreuung zu informieren und sie sind wichtig um über die positiven und wichtigen Eigenschaften eines Sportschützen zu berichten. Wir betreiben einen seriösen Sport - und darüber dürfen und sollen wir auch berichten.
| Ziele 2009 |
Mit dem neuen Verbandsjahr stehen uns wieder einige Herausforderungen bevor, die es zu meistern gibt - und die nur gemeistert werden können, wenn (wie bisher) alle ihren Teil gleichermassen zum Gelingen beitragen.
Als ganz klare Zielsetzungen für 2009 - wie schon für 2008 - sind die folgenden Punkte aufzuführen:
Die Zusammenarbeit mit den anderen Schiessdisziplinen weiter auszubauen und die daraus entstehenden Synergien fördern und nutzen.
Das Nachwuchswesen in allen Bereichen zu fördern und auszubauen. Jeder ZKAV-Verein sollte sich selbst verpflichten, einen Nachwuchskurs auszurichten (10m und/oder 30m).
Die Stehend-Stellung in die Nachwuchskurse der Vereine zu integrieren.
Jeder Verein erhöht seinen eigenen Mitgliederbestand der aktiven Vereinsmitglieder um 10%.
Das Kurswesen (in Zusammenarbeit mit der ZHSV-AA und dem ZKS) weiter ausbauen und intensivieren.
Die Werbung für unseren Sport weiter ausbauen und die Präsenz in den verschiedenen Medien sicherstellen.
Und selbstverständlich muss es unser Ziel sein, die an der DV-2009 entstehenden Vakanzen wieder zu besetzen und uns auch auf die Vakanzen, die sich per DV-2010 abzeichnen, vorzubereiten.
| Herzlichen Dank |
Es ist mir ein besonderes Anliegen, mich bei allen Personen herzlich zu bedanken, die mich in meinem achten Amtsjahr als Zürcher Präsident erneut unterstützt und mir in allen Bereichen Unterstützung haben zukommen lassen!
Ein besonderer Dank geht an meine Vorstandskameraden. Ohne die selbständige und fachkundige Erledigung der Arbeiten durch die einzelnen Funktionäre wäre es gar nicht möglich, das Präsidentenamt auszuüben. Ich bin stolz und glücklich auf ein solch kompetentes Team zählen zu dürfen.
Ein weiterer nicht minder aufrichtiger und ehrlicher Dank geht aber auch an die Funktionäre aus dem Dachverband, an unsere Partner aus den anderen Unterverbänden, an unsere Kollegen aus den anderen Schiesssport-Disziplinen und an unsere Freunde aus der Abteilung Ausbildung des ZHSV.
Eines wollen wir nicht vergessen: Die Funktionäre auf allen Stufen stehen sehr oft in der Kritik und im eisigen Wind! Eigentlich ein gutes Zeichen! Würden sie nichts bewegen wollen, würde man nicht von ihnen sprechen und keine Kritik würde laut werden! Die Funktionäre investieren aber einen grossen Teil ihrer Zeit in unseren Sport, um sich für uns und unsere Anliegen einzusetzen. Herzlichen Dank für Euer Engagement!
Darum gilt: Lassen Sie uns zusammenstehen und gemeinsam (Vereine und Kantonalverband) mit den anderen Unterverbänden, dem Dachverband und nicht zuletzt mit unseren Kameraden der anderen Schiesssport-Disziplinen ein neues Vereins- und Verbandsjahr in Angriff nehmen. Die Arbeit und die Zeit, die wir auf allen Stufen in diese Aufgabe investieren, lohnt sich (schliesslich geht es um unseren schönen Sport) und auf allen Stufen ist diese Arbeit gleich wichtig. Jeder braucht den andern.
Zum Schluss möchte ich es aber nicht unterlassen, auch meinen Freunden aus den Sektionen und der Zürcher Matchschützenvereinigung, sowie der Zürcher Veteranen-Vereinigung zu danken. Ohne die aufopfernde Arbeit in den Vereinen und den Vereinigungen könnte unser Sport nicht überleben. Es ist Euer Engagement, Euer Einsatz und Eure unermüdliche Vereinsarbeit, die unseren Sport am Leben erhält.
Euer Kantonalpräsident
Markus Roth / Rafz, im Januar 2009