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EASV Schützenratstagung 2009 Beringen, 21. November 2009 |
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. An der Schützenratstagung des Eidgenössischen Armbrustschützenverbandes in Beringen wurden viele Anträge angenommen, jener über die Änderung des Schweizer Meisterschafts-Modus jedoch vertagt.
Text: Andreas Burkhalter
Der Antrag der schiesstechnischen Kommission (STK) über die Schweizermeisterschaft löste bereits im Vorfeld grosse Diskussionen aus, die einen zweiten, von der STK angepassten Antrag zur Folge hatten. Zusätzlich wurde vom Ostschweizer Verband ein Gegenantrag gestellt. Aufgrund eines Rückweisungsantrages wurde entschieden, dass das Reglement durch eine Arbeitsgruppe ausgearbeitet werden soll. Diese besteht aus Schützen aller Unterverbände, welche den neuen Antrag an einer ausserordentlichen Schützenratstagung nach der Delegiertenversammlung Ende März zur Abstimmung bringen werden.
Wer zu spät kommt... Die beiden Anträge über das Volksschiessen 10m und 30m wurden mit kleinen Korrekturen in Bezug auf die Auszeichnungen (10m analog 30m) einstimmig angenommen. Ab sofort sind nun beide Reglemente – mit Ausnahme der Kranzlimiten – identisch. Der Antrag für einen neuen Artikel, welcher eine klare Regelung bei verspätet antretenden Schützen bringen sollte, wurde mit der Begründung, dass dies wenn überhaupt über die Schiesspläne respektive durch die durchführenden Sektionen geregelt werden muss, einstimmig abgelehnt.
...oder zu viel schiesst Für eine eindeutige Reglementierung für den Fall von überzähligen Schüssen gingen zwei Gegenanträge vom OASV und ZKAV ein. Eine rege und lange Diskussion zeigte auf, wie unterschiedlich die Handhabungen und wie unklar und schwierig die bisherigen Entscheidungen waren. Schliesslich entschied sich der Rat einstimmig und mit der Überzeugung, dass nun eine einheitliche Handhabung möglich ist, für den STK-Antrag, der aufgrund der beiden vom ZKAV und OASV zurückgezogenen Gegenanträge leicht angepasst wurde. Beim Antrag für die Abschaffung der Kleber an der Gruppenmeisterschaft 30 m wurde mit einem Ergänzungsantrag beschlossen, dass es mit den numerierten Scheiben bei Eidgenössischen Wettkämpfen keine Kleber mehr braucht. Dabei wurde auch beschlossen, dass eine klare Numerierung der Scheiben bei Gruppen- und Mannschaftswettkämpfen geregelt wird. Die Reglemente werden entsprechend angepasst.
Nachwuchswesen gab zu diskutieren Die Neuregelung für die Teilnahmebedingungen und die Anzahl Teilnehmer pro Unterverband beim Eidgenössischen Nachwuchs-Verbändewettkampf wurde zurückgezogen. Einer Anpassung des Artikels sechs (Stichtag und Altersspanne) wurde zugestimmt. Für die Nachwuchs-Gruppenmeisterschaft 30 m lagen zwei Anträge vor (ZKAV und EASV). Die Zürcher wollten die Anzahl Schützen pro Gruppe von fünf auf drei herabsetzen, analog der internationalen Wettkämpfe. Beide Anträge hatten wegen einem neuen Beschickungsmodus dasselbe Ziel: eine Mehrbeteiligung von Gruppen. Nach einigen Wortwechseln wurde der Gegenantrag des EASV mit drei Gegenstimmen angenommen.
Die Senioren dürfen auch Die minimale Teilnehmerzahl im 10m Sektionswettkampf wurde neu auf fünf Teilnehmer festgelegt, wobei dann alle geschossenen Resultate zählen. Dem Antrag der Eidg. Veteranenvereinigung, wonach der Veteranenstich auch von Senioren geschossen werden kann, wurde mit drei Gegenstimmen angenommen. Die Kranzlimite bleibt aber für Senioren unverändert. Die übrigen Anträge, welche vor allem kleinere Korrekturen im Reglement zur Folge haben, wurden einstimmig angenommen. 23 Schützenräte haben über insgesamt zwölf Anträge entschieden. Der Schützenmeister Markus Müller leitete seine letzte Sitzung sachlich und kompetent. Das Protokoll des Schützenrates 2008 wurde einstimmig angenommen. Bevor das Hauptgeschäft, die Behandlung der Anträge, in Angriff genommen wurde, hatten die Ressortleiter die Gelegenheit für einen mündlichen Bericht. Von grossem Interesse war die Information über die bevorstehende J+S Aufnahme des EASV - als Partner des SSV - durch das Bundesamt für Sport (BASPO). Ein erfreulicher, aber auch selbstkritischer Rückblick über die Erfolge an den vergangenen 10m und 30m Europameisterschaften in Thaon (F) zeigt, dass der eingeschlagene Weg beim Nachwuchs der Richtige ist. Im Jahr 2012 findet in Zusammenarbeit mit dem ZHSV ein Zürcher Kantonalschützenfest über alle Distanzen (Gewehr, Pistole, Armbrust) statt. Das 30m-Schiessen wird auf einer zentralen Grossanlage mit 40 Laufscheiben durchgeführt, die 10m-Schützen können auf der bestehenden Anlage in Luckhausen schiessen. |
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