Standweihschiessen ASV Turbenthal
1.-3. / 7.-10. September 2000

 

Ranglisten
siehe auch: Bericht der Eröffnung

Sektions-Wettkampf:

Spezial-Kategorie:
1. ASV Bürglen 58,237. 2. ASV Wohlen 58,046. 3. AS Oberengstringen 57,904. 4. AS Höngg 57,590. 5. ASG Frutigen 57,405. 6. ASV Frauenfeld 57,353. 7. ASV Baar-Schützen 56,200. 8. ASG Wil 56,050. 9. ASV Horgen 54,888.

1. Kategorie:
1. ASV Rümlang 58,180. 2. ASV Oberwil 57,661. 3. ASV Wollerau 57,142. 4. ASV Nürensdorf 57,047. 5. ASV Embrach 56,601. 6. ASV Oberwinterthur 56,560. 7. ASV Pfungen 56,498. 8. AS Frick 56,223. 9. ASV Berg 56,118. 10. AS Bisikon 55,552.

2. Kategorie:
1. ASV Buhwil-Neukirch 58,377. 2. ASV Dübendorf 58,115. 3. ASV Richterswil 57,840. 4. ASV Niederweningen 57,191. 5. ASV Turbenthal 57,180. 6. ASV Affoltern a. Albis 56,310. 7. ASV Hüntwangen 56,217. 8. ASG Steinhausen 56,187. 9. ASB Dietlikon 56,152. 10. ASV Ried-Gibswil 55,864. 11. AS Tagelswangen 55,780. 12. ASV Opfikon 55,601. 13. ASV Ottikon 55,548. 14. ASV Weesen u. Umgebung 55,160. 15. ASV Gotzenwil 55,128. 16. ASV Egg 54,857. 17. ASV Seen 54,500. 18. AS Kloten 54,285. 19. ASV Winterthur 52,488.

3. Kategorie:
1. ASG Zürich-Unterstrass 56,658. 2. ASG Thalwil 56,503. 3. ASV Veltheim 55,998. 4. ASV Langenhard 55,941. 5. ASV Andelfingen 55,501. 6. ASV Ossingen 55,399. 7. AS Sao Paulo 55,008. 8. ASV Neuhausen 54,911. 9. ASG Vancouver 53,164. 10. ASV Wiedikon 53,073. 11. ASV Ober-Dürnten 52,926. 12. ASV Hottingen 52,898. 13. ASV Greifensee 52,398. 14. ASV Zollikon 51,820.

 

Gruppen-Wettkampf:

1. Bürglen I (ASV Bürglen) 246 (Harlacher Renato 49, Ravelli Roland 50, Tissot Roman 48, Traber Hans-Peter 50, Walker Peter 49). 2. Dream Team (ASV Frauenfeld) 245 (Hahn René 49, Moor Roger 48, Schellenberg Felix 50, Schwarz David 49, Wagner Richard 49). 3. Heuel 1 (ASV Rümlang) 244 (Steiger Niklaus 47, Hinnen Daniel 50, Hinnen Peter 50, Moor Hans 50, Steinemann Roland 47).4. Chly Paris (ASV Wohlen) 243. 5. Wil 1 (ASG Wil) 243. 6. Turbenthal 1 (ASV Turbenthal) 243. 7. Adler (ASG Frutigen) 243. 8. Höngg 1 (AS Höngg) 241. 9. Oberengstringen 1 (AS Oberengstringen) 241. 10. Hüntwangen 1 (ASV Hüntwangen) 240. 11. Niederweningen I (ASV Niederweningen) 240. 12. Bisikon 1 (AS Bisikon) 240. 13. Elite (ASV Egg) 239. 14. Abegg (ASV Nürensdorf) 239. 15. Oberdürnten 1 (ASV Ober-Dürnten) 239. 16. Wunderbaar I (ASV Baar-Schützen) 239. 17. Oberenstringen 2 (AS Oberengstringen) 239. 18. Steibock (ASG Steinhausen) 238. 19. Richterswil 1 (ASV Richterswil) 237. 20. Oberwil 1 (ASV Oberwil) 237. 21. Speckfresser (ASV Buhwil-Neukirch) 237. 22. Fuchs (AS Frick) 236. 23. Neuhausen 1 (ASV Neuhausen) 236. 24. Oberi 1 (ASV Oberwinterthur) 236. 25. Gauchos (ASV Pfungen) 235.

 

Kombinations-Rangliste Standweihmeister :

1. Markus Wüest (Hittnau) 368,000. 2. Stephan Gujer (Schlieren) 366,000. 3. Daniel Hinnen (Rümlang) 366,000. 4. Peter Grubenmann (Pfungen) 365,000. 5. Raffael Marty (Wil) 364,000. 6. Hansjörg Hächler (Rämismühle) 363,000. 7. Jakob Matti (Boltigen) 363,000. 8. Richard Raschle (Nürensdorf) 362,000. 9. Patrick Wick (Hirzel) 362,000. 10. Hans Wäfler (Adelboden) 361,000. 11. Andreas Fankhauser (Horgenberg) 360,000. 12. Leo Hüsser (Baar) 360,000. 13. Markus Eugster (Bürglen) 359,000. 14. Erich Marti (Frutigen) 359,000. 15. Hans Moor (Oberhasli) 359,000. 16. Florian Boesch (Oberwil) 359,000. 17. Stefan Frei (Muri) 359,000. 18. Peter Dönni (Wohlen) 358,000. 19. Kurt Dudli (Zell) 358,000. 20. René Kägi (Nürensdorf) 358,000. 21. Peter Hinnen (Rümlang) 358,000. 22. Hansruedi Maurer (Opfikon) 357,000. 23. Hanspeter Lempen (Unterehrendingen) 357,000. 24. Karl Marbach (Ettiswil) 357,000. 25. Urs Simmler (Brütten) 356,000. 26. Stefan Meier (Hüntwangen) 356,000. 27. Pius Hollenstein (Rickenbach) 355,000. 28. Fritz Inniger (Frutigen) 355,000. 29. Roland Bachofner (Horgen) 355,000. 30. Hans-Jörg Weibel (Volketswil) 354,000.

 

 

Einweihung des Armbrustschützenhauses Turbenthal
siehe auch: Ranglisten

Tolle Anlage ihrer Bestimmung übergeben

Mit einem Standweihschiessen, an dem 60 Sektionen mit rund 600 Schützinnen und Schützen teilnahmen, sowie mit einem offiziellen Festakt hat der Armbrustschützenverein Turbenthal (ASV) sein neues Schützenhaus im Gmeiwerch Turbenthal eingeweiht. Am Festakt nahm am Sonntagmorgen, 3. September 2000, eine illustre Gästeschar teil. Die Redner würdigten allesamt den grossen Einsatz der Armbrustschützen.

(hpb) In der Tat: das Armbrustschützenhaus Turbenthal kann sich sehen lassen. Was hier die ASV-Leute und die Mitglieder des Fussballclubs Turbenthal, deren Garderobengebäude im Untergeschoss integriert ist, realisiert haben, zeugt von Gemeinsamkeit, von Zusammengehörigkeit, von Kameradschaft und gemeinsamem Tun.

Unzählige Frondienststunden
Der Armbrustschützenverein Turbenthal wurde 1921 gegründet und schoss vorerst auf offenen Feld in Hutzikon. Ein erstes Hüttchen konnte 1939 im Baumgarten hinter dem Restaurant «Altmühle» verwirklicht werden. 1944 kauften die weitsichtigen Tellensöhne das Grundstück «alte Grube» in der «Tösswies» (Gmeiwerch) für 950 Franken von der Gemeinde. Die erste Anlage mit Schwenkscheiben und Zeigergraben wurde im gleichen Jahr eingeweiht. 1969 stand die nächste Erweiterung an. Ganz dem Trend folgend, wurden Laufscheiben eingebaut. Der nächste Erweiterungsschritt wurde 1981 realisiert. Der Stand wurde auf zwölf Scheiben ausgebaut. Schon acht Jahre später hatten die Armbrustschützen Weiteres im Sinne: vor allem eine Schützenstube sollte gebaut werden. Diese Pläne scheiterten damals an der fehlenden Kanalisation.
1991 war insofern ein wichtiges Jahr, als die Sektion Bäretswil aufgenommen wurde. Diese verlor wegen einer Überbauung ihren Stand. Die Bäretswiler-Schützen waren willkommen in Turbenthal, nicht nur wegen der 250 000 Franken, die sie als Mitgift einbrachten, sondern auch, weil sie über zahlreiche hervorragende Schützen verfügen, zum Beispiel Markus Wüest, der heute noch schweizerisch zu den Spitzenschützen zählt, und weil sie sich als Kameraden sofort integrierten. 1993 wurde die Sportplatzvereinigung Gmeiwerch ins Leben gerufen. Ein Gestaltungsplan wurde erstellt, der Sportplatz Gmeiwerch nahm auf politischem Parkett langsam Gestalt an.
Doch erst 1997 schlug der Ausbau-Pfeil ins Schwarze. Im Frühjahr wurde die Scheibenanlage auf 21 Scheiben erweitert. Im Herbst 1997 erfolgte der Spatenstich für das FC-Garderobe-Gebäude und die Schützenstube.
Die Gäste konnten sich auf einem kleinen Rundgang von der funktionellen Zweckmässigkeit, aber auch von der Gemütlichkeit des Schützenhauses überzeugen. Die Schützenstube, die bis 130 Plätze bietet, kann als Zehn-Meter-Anlage genutzt werden und verfügt in den Nebenräumen über sämtliche notwendige Infrastruktur samt Küche und Schiessbüro. Das Dachgeschoss ist soweit vorbereitet, dass eine allfällige Erweiterung jederzeit möglich ist.
Der Wert der Anlage, berichtete Architekt Benjamin Müller, welcher auch Mitglied des Vereines ist, beläuft sich auf rund 1,5 Millionen Franken. Neben verschiedenen Beiträgen, unter anderem einen namhaften vom Zürcher Kantonalverband für Sport, waren es aber vor allem die Vereinsmitglieder, die mit ihrem uneigennützigen Einsatz den Bau erst ermöglichten. Support leisteten zahlreiche Handwerker und Firmen aus dem Dorf. Wie viele Frondienststunden geleistet wurden, wissen auch die Verantwortlichen nicht genau zu beziffern. Doch wenn man weiss, dass nur der Rohbau von der bwt Bau AG gebaut wurde und alles andere in «Eigenregie», liegt man nicht daneben, wenn man von Tausenden von ehrenamtlichen Einsatzstunden spricht.

Gemütliche Einweihung
Ad Interims-OK-Präsident Armin Giger oblag es, die Gästeschar zur offiziellen Einweihung zu begrüssen. Zweifacher Grund zum Festen bestehe, meinte Giger: einerseits sei Vereinspräsident Hans Bührer, der eigentliche Initiant und nimmermüder Realisator, wieder gesund und andererseits sei das Haus nun fertig. Giger hatte einspringen müssen, da Hans Bührer im Frühjahr schwer erkrankte. «Das Vereinsschiffchen hat etwas geschlingert», meinte Armin Giger. Er dankte daher allen OK-Mitgliedern, vor allem auch Aktuarin Karin Bührer, der Tochter des Präsidenten, die sich mächtig ins Zeug legte. «Viele Leute haben hier viel gearbeitet», meinte Armin Giger.
Hans Bührer zeigte grosse Erleichterung, dass mit Armin Giger ein OK-Präsident eingesprungen sei, der solches nicht zum ersten Mal hervorragend erledige. Er selber freue sich, den Abschluss der Bauarbeiten und das Standweihschiessen erleben zu dürfen. «Wir haben ein Werk vollbracht, das nahezu an der Grenze des Machbaren liegt», sagte Bührer. Sowohl finanziell wie auch vom Arbeitsaufwand aller Beteiligten her sei kaum mehr drin gelegen. «Darauf bin ich aber auch mächtig stolz».

Gratulationsreigen
In gemütlicher Atmosphäre und bei bestem Essen – einem wunderbaren Bündner-Gschnätzlete aus der Küche von Robert Hiestand – folgte nun der illustre Reigen der Gratulanten.
Nationalrat Robert Keller, Turbenthal, meinte, solch ein Bau sei nur möglich dank dem Milizprinzip. «Daran müssen wir unbedingt festhalten», sagte Keller, nur so seien beste Resultate garantiert. Er ziehe seinen Hut vor dieser Leistung, vor allem angesichts der schwierigen Zeiten, in denen das Vorhaben an die Hand genommen worden sei. In diesem Zusammenhang danke er auch allen, die sich für die Jugend einsetzen und für sie etwas Wichtiges tun. Launig meinte Robert Keller, er geniesse die «beruhigende Atmosphäre» im Schützenhaus, und wünschte abschliessend, dass nun das Vereinsleben und die Kameradschaft wieder etwas mehr Platz und Zeit hätten.
Peter Gamper, Steffisburg, Zentralpräsident des Eidgenössischen Armbrustschützenverbandes, hatte es sich nicht nehmen lassen, die Gratulationen des Verbandes persönlich zu überbringen. «Hier wurde einmal mehr beweisen, dass es Leute mit Ideen und Tatkraft gibt,» sagte Gamper. Auch die Schiessanlage, auf der er am Morgen einige Schüsse abgab, vermöge ihn zu begeistern. Und er stellte in Aussicht, dass wohl über kurz oder lang hier ein eidgenössischer Schiessanlass – beispielsweise ein Gruppenfinal – durchgeführt werde. «Es ist euch etwas Tolles gelungen», schloss Gamper anerkennend.
Für den Präsidenten des Kantonalen Armbrustschützenverbandes, Andreas Burkhalter, ist die Sektion Turbenthal ein «wichtiger Stützpunkt im Armbrustschützenwesen». Immer wieder seien Vereinsmitglieder auch für kantonale Chargen zur Verfügung gestanden. Er zitierte den wohl berühmtesten «Sprössling» des ASV, den Welt-, Europa- und Schweizermeister Stephan Guyer: «Ihr Funktionäre habt für mich so viel getan, dass ich nun etwas zurückgeben möchte,» habe Guyer bei der Übernahme des Nachwuchs-Obmann-Amtes gesagt. Die Mitglieder des ASV dürften einen Grossteil dieses Weltmeisterlichen Lobes beanspruchen. Burkhalter verdankte die Subventionen des Kantonalverbandes für Sport, der sein Geld auch Randsportarten gleichberechtigt zukommen lasse.
Für Ueli Wyss, Gemeindepräsident Wila, der die Glückwünsche und Gratulationen der Gemeinden überbrachte, leisten die Armbrustschützen einen unbezahlbaren Beitrag an die Jugendförderung. Die Gemeinden seien gefordert, solchen Vereinen die besten Rahmenbedingungen zu bieten. «Wir müssen Schützenhilfe für die Schützenvereine leisten», meinte Wyss und attestierte dem ASV viel Engagement in jeder Beziehung. Das Freizeitangebot im Tösstal werde durch dessen Aktivitäten überaus bereichert. Er überreichte daher Hans Bührer einen «Obolus». Dieser meinte dankender Weise: «Wir werden die finanziellen Sorgen überstehen, wenn wir auch dafür kämpfen müssen. Doch dies macht uns eben stark!»
Als Vertreter der im Gmeiwerch vereinten Vereine überbrachte Peter Saxer, Tennisclub Turbenthal, die Glückwünsche. «Wir wissen, wie viel Arbeit hinter diesem Schützenhaus steckt,» denn schliesslich habe man die ASV-ler bei ihrer Arbeit stets beobachten können. Die Armbrust sei ein Zeichen für Qualität. Diese Qualität vereine der ASV in dreifacher Hinwicht: zum einen sportlich, zum andern baulich mit der überaus gelungenen Anlage und zum Dritten auch organisatorisch, wie mit dem Standweihschiessen und dem offiziellen Festakt einmal mehr bewiesen sei.
Dem Präsidenten des Zürcher Kantonalverbandes für Sport, der Dachorganisation aller Zürcher Sportvereine, Max Meier, sind die Schützen wichtig, denn sie seien die Träger der Traditionen. Sein Verband habe den Auftrag, jährlich die Gelder aus dem Sporttoto zu verteilen, nach genauen Richtlinie, wie er betonte. Meier machte auch auf das kantonale Sportzentrum Filzbach aufmerksam, das, so der Redner, «Magglingen gerne den Rang ablaufen wird». Meier schloss mit dem Hinweis, dass dort, wo viel ehrenamtliche Arbeit geleistet werde, es stets auch richtig herauskomme.
Vom Reitverein Tösstal überbrachte Thomas Kunz die Gratulationen. Die «Rösseler», sagte er, «sind froh, dass die Armbrustschützen nicht knallen bei ihrem Sport». Er überreichte Hans Bührer zwölf Gläser für gemütliche Stunden sowie eine CD des Reitvereins, welche, wie das Schützenhaus dokumentiere, dass alle gemeinsam etwas zu Stande bringen. Er freue sich auf eine gute Nachbarschaft.
Schliesslich beendete die Wildberger Gemeinderätin Kathrin Leuenberger den Gratulationsreigen mit einem Geschenk «für die noch weissen Wände», einer Wandschale mit den Wildberger Wappen.
Armin Giger schloss schliesslich die gemütliche Runde und leitete über zum Gästeschiessen. Die Gäste waren eingeladen, einmal selber mit der Armbrust ins Schwarze zu treffen, gerade so, wie der rührige Armbrustschützenverein dies mit der Realisation des Schützenhauses getan hat. Man darf davon ausgehen, dass das gefällige Gebäude mit seiner durchdachten Infrastruktur und seiner gediegenen Ambiance noch öfter im Zentrum gemütlich-festlicher Stunden stehen wird.